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- Verbrauch
- Verkehr
- Versicherungen
- VGR
- Wahlen
- Übergreifend
- SIMon: Social Indicators Monitor 1950-2013
- Demonstrationsbeispiele
| ZA 8315 | Handel | Buchheim, Christoph, Deutsche Gewerbeexporte nach England in der zweiten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts, 1854-1913. |
103 Zeitreihen (1854 - 1913) 12 Tabellen |
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Bibliographical information
Study number: ZA 8315
Study title: Deutsche Gewerbeexporte nach England in der zweiten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts, 1854-1913.
Survey or investigation period: 1854 - 1913
Primary researcher: Buchheim, Christoph
Publication (printed publication): Christoph Buchheim (1982): Deutsche Gewerbeexporte nach England in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Ostfildern: Scripta Mercaturae.
Recommended citation (dataset): Christoph Buchheim (1982): Deutsche Gewerbeexporte nach England in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Ostfildern: Scripta Mercaturae.
Daten entnommen aus:
GESIS Datenarchiv, Köln. histat.
Studiennummer 8315
Datenfile Version 1.0.0.
Study title: Deutsche Gewerbeexporte nach England in der zweiten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts, 1854-1913.
Survey or investigation period: 1854 - 1913
Primary researcher: Buchheim, Christoph
Publication (printed publication): Christoph Buchheim (1982): Deutsche Gewerbeexporte nach England in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Ostfildern: Scripta Mercaturae.
Recommended citation (dataset): Christoph Buchheim (1982): Deutsche Gewerbeexporte nach England in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Ostfildern: Scripta Mercaturae.
Daten entnommen aus:
GESIS Datenarchiv, Köln. histat.
Studiennummer 8315
Datenfile Version 1.0.0.
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Study description:
Die vorliegende Untersuchung von Buchheim beschäftigt sich mit der deutschen Ausfuhr von Gewerbeprodukten nach Großbritannien im 19. Jahrhundert. Einerseits soll deren rasche Zunahme in der zweiten Jahrhunderthälfte dargestellt werden, andererseits wird nach den Gründen für diese Entwicklung geforscht. Dabei unterscheidet sich die Fragestellung hier in doppelter Weise von der anderer neuerer Studien, die gleichfalls den deutschen Außenhandel mit England im 19. Jahrhundert zum Gegenstand haben. Der Betrachtungszeitraum der Arbeit von Buchheim umfasst die zweite Häflte des 19. Jahrhunderts; in ihr wird die Periode der eigentlichen Industrialisierung Deutschlands in den Mittelpunkt des Interesses gerückt. Andere Studien (z.B. von Bodo von Borries, Rolf Dumke, Otto-Ernst Krawehl und Martin Kutz) behandeln den deutschen Außenhandel mit England für die erste Hälfte des 19. Jh. und somit für den Zeitraum der deutschen ‚Frühindustrialisierung’.
Der Autor verfolgt eine historische Argumentationsweise bei seiner Analyse der Daten und erweitert die Ursachenanalyse in Richtung einzelner Handlungsträger.
Dem stark eingegrenzten Gegenstand, nämlich nur Gewerbeexporte ausschließlich nach England, liegt folgende Überlegung zugrunde:
Um 1850 befand sich Deutschland gegenüber Großbritannien in der Situation eines unterentwickelten Landes. Waren damals im Vereinigten Königreich ungefähr 22% aller Beschäftigten in der Landwirtschaft tätig, aber 48% im Gewerbe (einschließlich Bau und Bergbau), so lauteten die entsprechenden Zahlen für Deutschland 55% und 25% . Auch in der Mechanisierung lag Deutschland weit hinter England zurück. Aus diesem Grund ist es von Interesse, die Zunahme der deutschen Gewerbeexporte nach England im folgendenn halben Jahrhundert darzustellen und zu erklären.
Die von Buchheim behandelten beiden Hauptfragen sind:
- wie es Deutschland im Rahmen seiner Industrialisierung gelang, seine gewerblichen Produkte in Großbritannien abzusetzen, und
- wie deutsche Unternehmen dem Wettbewerb des großen und modernen englischen Gewerbesektors standhalten konnten.
Die Untersuchung erstreckt sich einerseits auf die wirtschaftlichen Strukturänderungen, die einen neuen Rahmen absteckten für deutsche Verkaufsanstrengungen in Großbritannien. Andererseits werden vor dem Hintergrund der jeweiligen Absatzorganisation eben diese Verkaufsanstrengungen beschrieben, die den deutschen Exporterfolg schließlich unmittelbar herbeiführt (vergl. zur Absatzorganisation die Studie von Dessauer: „Entwicklungstendenzen der betrieblichen Exportwirtschaft in Deutschland seit Mitte des 19. Jahrhunderts …“, ZA-Studie 8107).
Buchheim kann zeigen, dass die deutschen Gewerbeesxporte nach England vor der Jahrhundertwende vor allem aus Konsumgütern bestanden, die in den 1890er Jahren mit etwa 7% Marktanteil ihren Höhepunkt erreichten. Danach verlagerte sich die Konkurrenz zwischen England und Deutschland auf schwerindustrielle Güter und den Maschinenbau. Die Quote Deutschlands am englischen Fertigwarenkonsum verringerte sich dagegen.
Weiterhin wird deutlich, daß zumindes bie den vier im Einzelnen untersuchten Branchen, nämlich der Seidenweberei, der Spielzugproduktion, der Farbdruckerei und der Klavierindustrie, direkte staatliche Uunterstützung nur eine sehr untergeordnete Rolle für das Exportwachstum gespielt hat.
Langfristige geschlossene Zeitreihen zu deutschen Industriegüterexporte nach dem Vereinigten Königreich liegen leider nicht vor. Daher greift der Verfasser auf einzelne Stichjahre zurück. Um die Gefahr von Verzerrungen der säkularen Strukturverschiebungen durch kurz- und mittelfristig wirksame Einflüsse auszuschalten, müssen Jahre ausgewählt werden, in denen solche Faktoren jeweils möglichst gleichgerichtet waren. Das gilt insbesondere für die Phasen des Konjunkturzyklus. Zum einen werden nämlich die Exporte eines Landes in ein anderes durch die Binnenkonjunktur des importierenden Landes beeinflusst. Darüberhinaus bewirkt die unterschiedliche Flexibilität der Nachfrage nach einzelnen Waren und Warengruppen bei Einkommensänderungen zyklische Verschiebungen in der Zusammmensetzung der Importe, das heißt aus der Sicht des exportierednen Landes Veränderungen seiner Verkäufe. Andererseits sind Zusammenhänge zwischen der Konjunktur des Ausfurhlanndes und den Exportanstrengungen seiner Firmen zu vermuten. Daher ist es ratsam, nur Stichjahre aus ähnlichen Konjunkturphasen miteinander zu vergleichen. Das wird wesentlich durch den Tatbestand erleichtert, daß in der zweitenn Hälfte des 19. Jh. bis hin zum Ersten Weltkrieg die Konjunkturwellen in Deutschhland und Großbritannnien ziemlich gut übereinstimmen. Es wurden als Stichjahre die Jahre 1854, 1866, 1872, 1882, 1890, 1899 und 1913 für die Untersuchung ausgewählt. Diese Jahre liegen in konjunkturellen Aufschwüngen bzw. markieren deren Höhepunkte.
Der Autor analysiert ausschließlich den Warenhandel in seiner heute üblichen Abgrenzung, das heißt ohne den Export und Import von Gold und Silber in Barren oder Münzen. Vor allem steht der Handel mit gewerblichen Erzeugnissen, auch als Fabrikate- oder Industriegüterhandel bezeichnet, im Mittelpunkt. Neben den eigentlichen Fertigprodukten sind darin immer auch die Halbwaren eingeschlossen. Die Fabrikate werden weiter ungergliedert in:
- Chemikalien
- Produkte der metallerzeugenden und metallverarbeitenden Industrie mit den Subgruppen Eisen und Stahl, andere Metalle, Metallwaren, Maschinen, Transprotmittel
- Garne
- Textilien und Kleidung
- andere Industriegüter
Die einzelnen Erzeugnisse sind nicht entsprechend der amtlichen Gliederung diesen Gruppen zugeordnet worden, sondern in Anlehnung an die Einteilung von Alfred Maizels (1963): Industrial Growth and World Trade, der sich seinerseits auf die Standardklassifikation der Vereinten Nationen stützte.
Für die Analyse der relative Wachstumsgeschindigkeiten der Exporte einzelner Waren bzw. verschiedener Länder ist es auch von Bedeutung, ob Wert- oder Volumenreihen der Ausfuhr zugrundegelegt werden.
Volumenreihen entstehen dadurch, daß die physischen Mengen verschiedener Produkte mit den entsprechenden Preisen eines Basisjahres gewichtet, ihre Dimensionen dadurch vereinheitlicht und diese so addierbar gemacht werden. Sie ermöglichen eine Betrachtung der im ökonomischen Sinn realen Entwicklung von Warenströmen im Zeitablauf, d.h. unter statistischer Kontrolle von Preisänderungen.
Wertreihen entstehen direkt aus der Aggregation der Verkäufe von einzelnen Produkten für die verschiedenen Jahre. Ändern sich die Sorten und Qulitäten der hauptsächlich angebotenen Waren im Zeitablauf – und damit deren Preise –, so schlägt sich dies unmittelbar in den Wertreihen nieder.
Buchheim verwendet in seiner Arbeit Wertreihen, d.h. die Zahlenangaben betreffen Wertgrößen, gemessen in laufenden Preisen. Hierfür führt der Autor mehrere Gründe an:
- Exporte und Importe von gewerblichen Gütern sind in den Außenhandelsstatistiken oft überhaupt nicht nach der Menge, sondern allein mit ihrem Wert verzeichnet. Die Berechnung einer Volumenreihe ist daher nicht möglich.
- Es soll erfasst werden, wie sich der Marktanteil Deutschlands in England entwickelt. Hierzu eignen sich allein Umsatzgrößen – also Wertreihen.
- Für die Beurteilung der relativen Wachstumschancen stellen die Wertgrößen ebenfalls den besseren Maßstab dar.
- Wertreihen – und nicht Volumenreihen – spiegeln Verschiebungen in der inneren Zusammensetzung der betrachteten Warengruppen, die zur Senkung oder Steigerung ihres Durchschnittseinheitswertes führen wieder.
Datentabellen in HISTAT:
A. Importe des Vereinigsten Königreichs nach Fabrikaten
B. Deutsche Exporte nach England
Die vorliegende Untersuchung von Buchheim beschäftigt sich mit der deutschen Ausfuhr von Gewerbeprodukten nach Großbritannien im 19. Jahrhundert. Einerseits soll deren rasche Zunahme in der zweiten Jahrhunderthälfte dargestellt werden, andererseits wird nach den Gründen für diese Entwicklung geforscht. Dabei unterscheidet sich die Fragestellung hier in doppelter Weise von der anderer neuerer Studien, die gleichfalls den deutschen Außenhandel mit England im 19. Jahrhundert zum Gegenstand haben. Der Betrachtungszeitraum der Arbeit von Buchheim umfasst die zweite Häflte des 19. Jahrhunderts; in ihr wird die Periode der eigentlichen Industrialisierung Deutschlands in den Mittelpunkt des Interesses gerückt. Andere Studien (z.B. von Bodo von Borries, Rolf Dumke, Otto-Ernst Krawehl und Martin Kutz) behandeln den deutschen Außenhandel mit England für die erste Hälfte des 19. Jh. und somit für den Zeitraum der deutschen ‚Frühindustrialisierung’.
Der Autor verfolgt eine historische Argumentationsweise bei seiner Analyse der Daten und erweitert die Ursachenanalyse in Richtung einzelner Handlungsträger.
Dem stark eingegrenzten Gegenstand, nämlich nur Gewerbeexporte ausschließlich nach England, liegt folgende Überlegung zugrunde:
Um 1850 befand sich Deutschland gegenüber Großbritannien in der Situation eines unterentwickelten Landes. Waren damals im Vereinigten Königreich ungefähr 22% aller Beschäftigten in der Landwirtschaft tätig, aber 48% im Gewerbe (einschließlich Bau und Bergbau), so lauteten die entsprechenden Zahlen für Deutschland 55% und 25% . Auch in der Mechanisierung lag Deutschland weit hinter England zurück. Aus diesem Grund ist es von Interesse, die Zunahme der deutschen Gewerbeexporte nach England im folgendenn halben Jahrhundert darzustellen und zu erklären.
Die von Buchheim behandelten beiden Hauptfragen sind:
- wie es Deutschland im Rahmen seiner Industrialisierung gelang, seine gewerblichen Produkte in Großbritannien abzusetzen, und
- wie deutsche Unternehmen dem Wettbewerb des großen und modernen englischen Gewerbesektors standhalten konnten.
Die Untersuchung erstreckt sich einerseits auf die wirtschaftlichen Strukturänderungen, die einen neuen Rahmen absteckten für deutsche Verkaufsanstrengungen in Großbritannien. Andererseits werden vor dem Hintergrund der jeweiligen Absatzorganisation eben diese Verkaufsanstrengungen beschrieben, die den deutschen Exporterfolg schließlich unmittelbar herbeiführt (vergl. zur Absatzorganisation die Studie von Dessauer: „Entwicklungstendenzen der betrieblichen Exportwirtschaft in Deutschland seit Mitte des 19. Jahrhunderts …“, ZA-Studie 8107).
Buchheim kann zeigen, dass die deutschen Gewerbeesxporte nach England vor der Jahrhundertwende vor allem aus Konsumgütern bestanden, die in den 1890er Jahren mit etwa 7% Marktanteil ihren Höhepunkt erreichten. Danach verlagerte sich die Konkurrenz zwischen England und Deutschland auf schwerindustrielle Güter und den Maschinenbau. Die Quote Deutschlands am englischen Fertigwarenkonsum verringerte sich dagegen.
Weiterhin wird deutlich, daß zumindes bie den vier im Einzelnen untersuchten Branchen, nämlich der Seidenweberei, der Spielzugproduktion, der Farbdruckerei und der Klavierindustrie, direkte staatliche Uunterstützung nur eine sehr untergeordnete Rolle für das Exportwachstum gespielt hat.
Langfristige geschlossene Zeitreihen zu deutschen Industriegüterexporte nach dem Vereinigten Königreich liegen leider nicht vor. Daher greift der Verfasser auf einzelne Stichjahre zurück. Um die Gefahr von Verzerrungen der säkularen Strukturverschiebungen durch kurz- und mittelfristig wirksame Einflüsse auszuschalten, müssen Jahre ausgewählt werden, in denen solche Faktoren jeweils möglichst gleichgerichtet waren. Das gilt insbesondere für die Phasen des Konjunkturzyklus. Zum einen werden nämlich die Exporte eines Landes in ein anderes durch die Binnenkonjunktur des importierenden Landes beeinflusst. Darüberhinaus bewirkt die unterschiedliche Flexibilität der Nachfrage nach einzelnen Waren und Warengruppen bei Einkommensänderungen zyklische Verschiebungen in der Zusammmensetzung der Importe, das heißt aus der Sicht des exportierednen Landes Veränderungen seiner Verkäufe. Andererseits sind Zusammenhänge zwischen der Konjunktur des Ausfurhlanndes und den Exportanstrengungen seiner Firmen zu vermuten. Daher ist es ratsam, nur Stichjahre aus ähnlichen Konjunkturphasen miteinander zu vergleichen. Das wird wesentlich durch den Tatbestand erleichtert, daß in der zweitenn Hälfte des 19. Jh. bis hin zum Ersten Weltkrieg die Konjunkturwellen in Deutschhland und Großbritannnien ziemlich gut übereinstimmen. Es wurden als Stichjahre die Jahre 1854, 1866, 1872, 1882, 1890, 1899 und 1913 für die Untersuchung ausgewählt. Diese Jahre liegen in konjunkturellen Aufschwüngen bzw. markieren deren Höhepunkte.
Der Autor analysiert ausschließlich den Warenhandel in seiner heute üblichen Abgrenzung, das heißt ohne den Export und Import von Gold und Silber in Barren oder Münzen. Vor allem steht der Handel mit gewerblichen Erzeugnissen, auch als Fabrikate- oder Industriegüterhandel bezeichnet, im Mittelpunkt. Neben den eigentlichen Fertigprodukten sind darin immer auch die Halbwaren eingeschlossen. Die Fabrikate werden weiter ungergliedert in:
- Chemikalien
- Produkte der metallerzeugenden und metallverarbeitenden Industrie mit den Subgruppen Eisen und Stahl, andere Metalle, Metallwaren, Maschinen, Transprotmittel
- Garne
- Textilien und Kleidung
- andere Industriegüter
Die einzelnen Erzeugnisse sind nicht entsprechend der amtlichen Gliederung diesen Gruppen zugeordnet worden, sondern in Anlehnung an die Einteilung von Alfred Maizels (1963): Industrial Growth and World Trade, der sich seinerseits auf die Standardklassifikation der Vereinten Nationen stützte.
Für die Analyse der relative Wachstumsgeschindigkeiten der Exporte einzelner Waren bzw. verschiedener Länder ist es auch von Bedeutung, ob Wert- oder Volumenreihen der Ausfuhr zugrundegelegt werden.
Volumenreihen entstehen dadurch, daß die physischen Mengen verschiedener Produkte mit den entsprechenden Preisen eines Basisjahres gewichtet, ihre Dimensionen dadurch vereinheitlicht und diese so addierbar gemacht werden. Sie ermöglichen eine Betrachtung der im ökonomischen Sinn realen Entwicklung von Warenströmen im Zeitablauf, d.h. unter statistischer Kontrolle von Preisänderungen.
Wertreihen entstehen direkt aus der Aggregation der Verkäufe von einzelnen Produkten für die verschiedenen Jahre. Ändern sich die Sorten und Qulitäten der hauptsächlich angebotenen Waren im Zeitablauf – und damit deren Preise –, so schlägt sich dies unmittelbar in den Wertreihen nieder.
Buchheim verwendet in seiner Arbeit Wertreihen, d.h. die Zahlenangaben betreffen Wertgrößen, gemessen in laufenden Preisen. Hierfür führt der Autor mehrere Gründe an:
- Exporte und Importe von gewerblichen Gütern sind in den Außenhandelsstatistiken oft überhaupt nicht nach der Menge, sondern allein mit ihrem Wert verzeichnet. Die Berechnung einer Volumenreihe ist daher nicht möglich.
- Es soll erfasst werden, wie sich der Marktanteil Deutschlands in England entwickelt. Hierzu eignen sich allein Umsatzgrößen – also Wertreihen.
- Für die Beurteilung der relativen Wachstumschancen stellen die Wertgrößen ebenfalls den besseren Maßstab dar.
- Wertreihen – und nicht Volumenreihen – spiegeln Verschiebungen in der inneren Zusammensetzung der betrachteten Warengruppen, die zur Senkung oder Steigerung ihres Durchschnittseinheitswertes führen wieder.
Datentabellen in HISTAT:
A. Importe des Vereinigsten Königreichs nach Fabrikaten
B. Deutsche Exporte nach England
Methodology
Study area:
Deutsches Reich, 1854 - 1913
Deutsches Reich, 1854 - 1913
Source types:
Amtliche Statistiken, insbes. Außenhandelsstatistik, des Deutschen Reiches. Wissenschaftliche Publikationen.
Amtliche Statistiken, insbes. Außenhandelsstatistik, des Deutschen Reiches. Wissenschaftliche Publikationen.
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Sources used (detailed index):
Ausführliches Literaturverzeichnis siehe PDF-Dokument.
Tabellen
A.1 bis A.7: Importe des Vereinigsten Königreichs nach Fabrikaten
Annual Statement of the Trade and Navigation of the United Kingdom with Foreign Countries and British Possessions for the Year 1854, 1866, 1872 in: Parliamentary papers;
Statistique de la Belgique. Tableau général du commerce avec les pays étrangers pendant l'année 1854, 1866, 1872;
Statistiek van den handel en de scheepvart in het Koningryk der Nederlanden, 1854, 1866, 1872.
Tabelle
B.2 Deutsche Exporte nach dem Vereinigten Köingreich (in Millionen Mark), 1854-1913
Annual Statement of the Trade and Navigation of the United Kingdom with Foreign Countries and British Possessions for the Year 1854, 1866, 1872 in: Parliamentary papers;
Statistique de la Belgique. Tableau général du commerce avec les pays étrangers pendant l'année 1854, 1866, 1872;
Statistiek van den handel en de scheepvart in het Koningryk der Nederlanden, 1854, 1866, 1872;
Reichsamt des Innern, Auswärtiger Handel des deutschen Zollgebiets nach Herkunfts- und Bestimmmungsländern in den Jahren 1880 bis 1969, Berlin 1898;
Tabellarische Übersicht des Hamburgischen Handels im Jahre 1882, zusammengestellt von dem Handelsstatistischen Bureau, Hamburg 18883;
Jahrbuch für Bremische Statistik, hg. vom Bureau für Bremische Statistik, Jg. 1882, I. Heft, Bremen 1883.
Tabelle
B.5 Deutsche Exporte ‚Anderer Industriegüter’ nach dem Vereinigten Königreich (in Millionen Mark), 1854-1913
Annual Statement of the Trade and Navigation of the United Kingdom with Foreign Countries and British Possessions for the Year 1854 in: Parliamentary papers;
Statistique de la Belgique. Tableau général du commerce avec les pays étrangers pendant l'année 1854, 1866, 1872;
Statistiek van den handel en de scheepvart in het Koningryk der Nederlanden, 1854, 1866, 1872;
Statistik des Deutschen Reiches.
Ausführliches Literaturverzeichnis siehe PDF-Dokument.
Tabellen
A.1 bis A.7: Importe des Vereinigsten Königreichs nach Fabrikaten
Annual Statement of the Trade and Navigation of the United Kingdom with Foreign Countries and British Possessions for the Year 1854, 1866, 1872 in: Parliamentary papers;
Statistique de la Belgique. Tableau général du commerce avec les pays étrangers pendant l'année 1854, 1866, 1872;
Statistiek van den handel en de scheepvart in het Koningryk der Nederlanden, 1854, 1866, 1872.
Tabelle
B.2 Deutsche Exporte nach dem Vereinigten Köingreich (in Millionen Mark), 1854-1913
Annual Statement of the Trade and Navigation of the United Kingdom with Foreign Countries and British Possessions for the Year 1854, 1866, 1872 in: Parliamentary papers;
Statistique de la Belgique. Tableau général du commerce avec les pays étrangers pendant l'année 1854, 1866, 1872;
Statistiek van den handel en de scheepvart in het Koningryk der Nederlanden, 1854, 1866, 1872;
Reichsamt des Innern, Auswärtiger Handel des deutschen Zollgebiets nach Herkunfts- und Bestimmmungsländern in den Jahren 1880 bis 1969, Berlin 1898;
Tabellarische Übersicht des Hamburgischen Handels im Jahre 1882, zusammengestellt von dem Handelsstatistischen Bureau, Hamburg 18883;
Jahrbuch für Bremische Statistik, hg. vom Bureau für Bremische Statistik, Jg. 1882, I. Heft, Bremen 1883.
Tabelle
B.5 Deutsche Exporte ‚Anderer Industriegüter’ nach dem Vereinigten Königreich (in Millionen Mark), 1854-1913
Annual Statement of the Trade and Navigation of the United Kingdom with Foreign Countries and British Possessions for the Year 1854 in: Parliamentary papers;
Statistique de la Belgique. Tableau général du commerce avec les pays étrangers pendant l'année 1854, 1866, 1872;
Statistiek van den handel en de scheepvart in het Koningryk der Nederlanden, 1854, 1866, 1872;
Statistik des Deutschen Reiches.
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A.2 Englands Importe von Metall, Maschinen aus Deutschland, Belgien und den Niederlande, 1854, 1866 und 1872
- Niederl. Exporte nach UK:
Obwohl die Niederlande damals noch kaum eisenschaffende Industrie besaßen (vgl. de Jonge, 1976, S. 166), tauchten in der holländischen Exportstatistik Spezialexporte von Eisen und Stahl nach Großbritannien in Höhe von 2,6 Millionen Mark im Jahr 1866 und von 5,4 Millionen 1872 auf. Hier handelte es sich wohl um verdeckte Durchfuhren aus dem Ruhrgebiet. Auch de Jonge benannte Schienen und Stahlplatten als die einzigen gewerblichen Produkte, bei denen er verborgenen Transithandel festgestellt hat (vgl. ebd., S. 351). Daher wurden hier die entsprechende Korrekturen vorgenommen.
- Differenz zwischen den UK-Importen von den Niederl. und den Niederländischen Exporten nach UK:
Obwohl die Niederlande damals noch kaum eisenschaffende Industrie besaßen (vgl. de Jonge, 1976, S. 166), tauchten in der holländischen Exportstatistik Spezialexporte von Eisen und Stahl nach Großbritannien in Höhe von 2,6 Millionen Mark im Jahr 1866 und von 5,4 Millionen 1872 auf. Hier handelte es sich wohl um verdeckte Durchfuhren aus dem Ruhrgebiet. Auch de Jonge benannte Schienen und Stahlplatten als die einzigen gewerblichen Produkte, bei denen er verborgenen Transithandel festgestellt hat (vgl. ebd., S. 351). Daher wurden hier die entsprechende Korrekturen vorgenommen. Die Diskrepanz beim Wert von 1854 entsteht durch unterschiedliche Angaben zu den gehandelten Kupfermengen. Zu den Quellen für die angegebenen Werte siehe Anmerkung der anderen Spalten.
A.4 Englands Importe von Textilien aus Deutschland, Belgien und den Niederlande, 1854, 1866 und 1872
- Summe aus: UK-Importe von Dtld., Differenz der UK-Importe ... (ohne neg. Salden)
Darunter waren Seidenwaren im Wert von 34,7 bzw. 51 Millionen Mark. Das stimmt gut überein mit einer auf anderem Wege gewonnenen Schätzung: Nach Mitteilungen der Handelskammer Krefeld führten nämlich die Unternehmen der Stadt im Jahr 1867 für 15,3 und 1872 für 25,5 Millionen Mark Seidenwaren nach England aus (Jahresbericht der Handelskammer zu Krefeld pro 1870, S. 12 f. bzw. pro 1872, S. 32). Da sie etwa zwei Drittel der Gesamtproduktion der linksrheinischen Seidenindustrie auf sich vereinten, dürfte der Seidenwarenexport der ganzen Region nach England, unterstellt man dieselbe Relation von 2/3, 23 bzw. 38 Millionen Mark betragen haben. Dazu kamen die Verkäufe der Region Elberfeld, dem zweitenZentrum der deutschen Seidenindustrie. Der Umsatz der dortigen Seidentrocknungsanstalt erreichte in beiden Jahren rund 40 % desjenigen der Krefelder Anstalt (vgl. Jahresbericht der Handelskammer zu Krefeld pro 1871, S. 25 bzw. pro 1872, S. 42). Unter der Annahme, daß Produktion und Englandexport beider Gebiete ebenfalls im Verhältnis 1:0,4 standen, ergibt sich als Seidenwarenausfuhr Deutschlands nach Großbritannien ein Wert von ungefähr 32 Millionen Mark 1867 und 53 Millionen 1872. Demnach enthielten obige Zahlen damals keine Schweizer Durchfuhr von Seidenartikeln.
A.2 Englands Importe von Metall, Maschinen aus Deutschland, Belgien und den Niederlande, 1854, 1866 und 1872
- Niederl. Exporte nach UK:
Obwohl die Niederlande damals noch kaum eisenschaffende Industrie besaßen (vgl. de Jonge, 1976, S. 166), tauchten in der holländischen Exportstatistik Spezialexporte von Eisen und Stahl nach Großbritannien in Höhe von 2,6 Millionen Mark im Jahr 1866 und von 5,4 Millionen 1872 auf. Hier handelte es sich wohl um verdeckte Durchfuhren aus dem Ruhrgebiet. Auch de Jonge benannte Schienen und Stahlplatten als die einzigen gewerblichen Produkte, bei denen er verborgenen Transithandel festgestellt hat (vgl. ebd., S. 351). Daher wurden hier die entsprechende Korrekturen vorgenommen.
- Differenz zwischen den UK-Importen von den Niederl. und den Niederländischen Exporten nach UK:
Obwohl die Niederlande damals noch kaum eisenschaffende Industrie besaßen (vgl. de Jonge, 1976, S. 166), tauchten in der holländischen Exportstatistik Spezialexporte von Eisen und Stahl nach Großbritannien in Höhe von 2,6 Millionen Mark im Jahr 1866 und von 5,4 Millionen 1872 auf. Hier handelte es sich wohl um verdeckte Durchfuhren aus dem Ruhrgebiet. Auch de Jonge benannte Schienen und Stahlplatten als die einzigen gewerblichen Produkte, bei denen er verborgenen Transithandel festgestellt hat (vgl. ebd., S. 351). Daher wurden hier die entsprechende Korrekturen vorgenommen. Die Diskrepanz beim Wert von 1854 entsteht durch unterschiedliche Angaben zu den gehandelten Kupfermengen. Zu den Quellen für die angegebenen Werte siehe Anmerkung der anderen Spalten.
A.4 Englands Importe von Textilien aus Deutschland, Belgien und den Niederlande, 1854, 1866 und 1872
- Summe aus: UK-Importe von Dtld., Differenz der UK-Importe ... (ohne neg. Salden)
Darunter waren Seidenwaren im Wert von 34,7 bzw. 51 Millionen Mark. Das stimmt gut überein mit einer auf anderem Wege gewonnenen Schätzung: Nach Mitteilungen der Handelskammer Krefeld führten nämlich die Unternehmen der Stadt im Jahr 1867 für 15,3 und 1872 für 25,5 Millionen Mark Seidenwaren nach England aus (Jahresbericht der Handelskammer zu Krefeld pro 1870, S. 12 f. bzw. pro 1872, S. 32). Da sie etwa zwei Drittel der Gesamtproduktion der linksrheinischen Seidenindustrie auf sich vereinten, dürfte der Seidenwarenexport der ganzen Region nach England, unterstellt man dieselbe Relation von 2/3, 23 bzw. 38 Millionen Mark betragen haben. Dazu kamen die Verkäufe der Region Elberfeld, dem zweitenZentrum der deutschen Seidenindustrie. Der Umsatz der dortigen Seidentrocknungsanstalt erreichte in beiden Jahren rund 40 % desjenigen der Krefelder Anstalt (vgl. Jahresbericht der Handelskammer zu Krefeld pro 1871, S. 25 bzw. pro 1872, S. 42). Unter der Annahme, daß Produktion und Englandexport beider Gebiete ebenfalls im Verhältnis 1:0,4 standen, ergibt sich als Seidenwarenausfuhr Deutschlands nach Großbritannien ein Wert von ungefähr 32 Millionen Mark 1867 und 53 Millionen 1872. Demnach enthielten obige Zahlen damals keine Schweizer Durchfuhr von Seidenartikeln.
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Objective breakdown of the data tables:
Verzeichnis der Tabellen in HISTAT:
A. Importe des Vereinigsten Königreichs nach Fabrikaten
A.1 Englands Importe von Chemikalien aus Deutschland, Belgien und den Niederlande, 1854, 1866 und 1872
A.2 Englands Importe von Metall, Maschinen aus Deutschland, Belgien und den Niederlande, 1854, 1866 und 1872
A.3 Englands Importe von Garn aus Deutschland, Belgien und den Niederlande, 1854, 1866 und 1872
A.4 Englands Importe von Textilien aus Deutschland, Belgien und den Niederlande, 1854, 1866 und 1872
A.5 Englands Importe von anderen Industriegütern aus Deutschland, Belgien und den Niederlande, 1854, 1866 und 1872
A.6 Englands Importe von Gewerbeerzeugnissen aus Deutschland, Belgien und den Niederlande, 1854, 1866 und 1872
A.7 Englands Importe insgesamt aus Deutschland, Belgien und den Niederlande, 1854, 1866 und 1872
B. Deutsche Exporte nach England
B.1 Deutsche Exporte insgesamt, 1872-1913
B.2 Deutsche Exporte nach dem Vereinigten Köingreich (in Millionen Mark), 1854-1913
B.3 Durchschnittliche jährliche Wachstumsraten des deutschen Industriegüterexports nach Großbritannien in verschiedenen Phasen, 1854/55 – 1907/13
B.4 Zusammensetzung der deutschen Industriegüterexporte nach Großbritannien, 1854, 1882, 1899, 1913
B.5 Deutsche Exporte ‚Anderer Industriegüter’ nach dem Vereinigten Königreich (in Millionen Mark), 1854-1913
Verzeichnis der Tabellen in HISTAT:
A. Importe des Vereinigsten Königreichs nach Fabrikaten
A.1 Englands Importe von Chemikalien aus Deutschland, Belgien und den Niederlande, 1854, 1866 und 1872
A.2 Englands Importe von Metall, Maschinen aus Deutschland, Belgien und den Niederlande, 1854, 1866 und 1872
A.3 Englands Importe von Garn aus Deutschland, Belgien und den Niederlande, 1854, 1866 und 1872
A.4 Englands Importe von Textilien aus Deutschland, Belgien und den Niederlande, 1854, 1866 und 1872
A.5 Englands Importe von anderen Industriegütern aus Deutschland, Belgien und den Niederlande, 1854, 1866 und 1872
A.6 Englands Importe von Gewerbeerzeugnissen aus Deutschland, Belgien und den Niederlande, 1854, 1866 und 1872
A.7 Englands Importe insgesamt aus Deutschland, Belgien und den Niederlande, 1854, 1866 und 1872
B. Deutsche Exporte nach England
B.1 Deutsche Exporte insgesamt, 1872-1913
B.2 Deutsche Exporte nach dem Vereinigten Köingreich (in Millionen Mark), 1854-1913
B.3 Durchschnittliche jährliche Wachstumsraten des deutschen Industriegüterexports nach Großbritannien in verschiedenen Phasen, 1854/55 – 1907/13
B.4 Zusammensetzung der deutschen Industriegüterexporte nach Großbritannien, 1854, 1882, 1899, 1913
B.5 Deutsche Exporte ‚Anderer Industriegüter’ nach dem Vereinigten Königreich (in Millionen Mark), 1854-1913
Processing instructions
Archival date: Juli 2008
Year of online publication: 1982
Editor in GESIS: Gabriele Franzmann / Maren Hegewald
Version: Version 1.0.0.
Year of online publication: 1982
Editor in GESIS: Gabriele Franzmann / Maren Hegewald
Version: Version 1.0.0.
Study materials
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