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        <r:Title>DDI3.1 Dokumentation für Studie &apos;Das Wirtschaftswachstum in Preußen im 19. Jahrhundert.&apos;</r:Title>
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            <r:Title>Das Wirtschaftswachstum in Preußen im 19. Jahrhundert.</r:Title>
                                        <r:Creator>Hohorst, Gerd</r:Creator>
            


            <r:Publisher>GESIS - Leibniz Institut für Sozialwissenschaften</r:Publisher>

            <r:Contributor role="Distributor">GESIS - Leibniz Institut für Sozialwissenschaften</r:Contributor>
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                <dc2:title>Das Wirtschaftswachstum in Preußen im 19. Jahrhundert.                </dc2:title>
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                Die Studie von Gerd Hohorst für Preußen bietet Einkommensschätzungen auf regionaler Basis seit 1816 und setzt sich auf dieser Grundlage mit dem Thema der ‚Führungsregionen’ (analog zu: ‚Führungssektoren’) und weiterhin mit konkurrierenden Erklärungen für die regionale Einkommensdifferenzierung in Preußen auseinander. Sie ist ein erster Versuch, mit Hilfe eines interregionalen Vergleichs der Entwicklungen der preußischen Provinzen Ostpreußen und Rheinland die Hypothesen eines Agrarzyklus sui generis zu überprüfen (regionale Entwicklungsunterschiede im Industrialisierungsprozess Preußens). Ausgangspunkt war dabei die Frage, ob die gesamtwirtschaftliche Zyklizität durch Aggregationsartefakte verzerrt ist und so die Interpretation in die Irre leitet. Empirische Befunde legen die Frage nahe, ob in integrierten Volkswirtschaften Konjunkturen regionale Eigensubstanz aufweisen (können) oder ob die eigentlichen Bedingungen und Schrittmacherfaktoren der Konjunktur in den Regionen gesucht werden müssen und die entsprechende nationale Erscheinung lediglich ein Artefakt darstellt. Preußen war im 19. Jahrhundert ein regional sehr heterogenes Gebilde. Zugleich waren aber die Regionen selber zunehmend vom Stadt-Land- bzw. vom Agrar-Industrie-Dualismus geprägt. Daher wären die preußischen Regionen zwischen 1820 und 1883 die geeignete empirische Basis zur Untersuchung regionaler und nationaler Konjunkturen. Die Zyklizität des Wachstums wird aus dem Blickwinkel der Betroffenen ausgegangen, d.h. die Zyklizität wird als Schwankungen des Versorgungsgrades in Form von Schwankungen der nominalen Einkommen definiert. Um den Störfaktor ‚Bevölkerung’ auszuschließen, wurde als Rückgrad als Pro-Kopf-Einkommen gewählt. In diese als reale Größe formulierte Basis wurde ein Index aus Preisen pflanzlicher Nahrungsmittel und industrieller Grundstoffe als der Indikator für die je aktuelle Versorgungslage hineingerechnet. Diese zweite Komponente des Gesamtindikators gewinnt ihre Relevanz aus der regional und/oder zeitlich variierenden Gewichtung mit den von der Landwirtschaft bzw. der Restwirtschaft lebenden Bevölkerungsanteilen. Da die Regionen – hier preußische Provinzen – den oben genannten Dualismus aufweisen, kann nur ein Ansatz in dieser Frage Erfolg versprechen, der möglichst „reine“ Strukturen festzumachen erlaubt. Als extrem strukturierte Regionen wurden das Rheinland und Ostpreußen ausgewählt (industriewirtschaftlicher und agrarischer Schwerpunkt). 
„Wenn man die Frage aufwirft, warum in aller Regel Bevölkerung, Bevölkerungsweise, ökonomische Aktivität und Wirtschaftswachstum – gemessen in der jährlichen Wachstumsrate des Pro-Kopf-Einkommens – nicht gleichmäßig über die Fläche eines Staates verteilt sind bzw. waren, so findet man zunächst die Antwort, dass Wirtschaftswachstum und Bevölkerungsentwicklung an Bedingungen geknüpft sind und es in der Geschichte waren, die räumlich ungleichmäßig verteilt sind bzw. waren …
Für alle Provinzen wurde das Pro-Kopf-Einkommen und der Anteil der von der Landwirtschaft lebenden Bevölkerung geschätzt. Die Ergebnisse erlauben unter Einarbeitung direkter Quelleninformationen eine genauere empirische Überprüfung der Frage regionaler Disparitäten und Entwicklungsdifferenzen sowie unter speziellem Aspekt des Ost-West-Gefälles in Entwicklungsstand und Entwicklungsgeschwindigkeit.  Bezogen auf diese Problematik lautet die Hypothese, dass regionales Wirtschaftswachstum aus einem innerregionalen Stimulus, dem Bevölkerungsdruck malthusianischer Art entsteht, der zu Nahrungsmittelknappheit und damit der Notwendigkeit von Importen führt. Daraus folgt der Zwang, exportfähige Güter zu produzieren. Exporte und Importe werfen Sammel- und Verteilungsprobleme auf, die eine Entwicklung der Infrastruktur nach sich ziehen, welche aufgrund der korrespondierenden Entstehung einer zentralörtlichen Raumstruktur zur Genese von Binnenmärkten beiträgt. Der Wachstumsprozeß, der meist tiefe historische Wurzeln hat, enthält als Antriebskraft den genannten Impuls, der Ungleichgewicht schafft; wirtschaftlicher und sozialer Wandel in einer Region wird so durch immer neue Ungleichgewichte vorangetrieben“ (Hohorst, G., 1980: Regionale Entwicklungsunterschiede im Industrialisierungsprozeß Preußens – ein auf Ungleichgewichten basierendes Entwicklungsmodell, in: Pollard, S. (Hrsg.): Region und Industrialisierung. Studien zur Rolle der Region in der Wirtschaftsgeschichte der letzten zwei Jahrhunderte. Göttingen: Vandenhoeck &amp; Ruprecht, S. 216, S. 230; siehe auch: ders., 1977: Wirtschaftswachstum und Bevölkerungsentwicklung in Preußen 1816 bis 1914. New York, insbesondere S. 311-352).
Dieses als Erklärungsmodell dargestellte Entwicklungsmodell wird als Schätzmodell für die regionale Entwicklung der Pro-Kopf-Einkommen in den preußischen Provinzen angewandt. 
„Zusammenfassend läßt sich feststellen, daß für die Entwicklung der preußischen Regionen während des 19. Jahrhunderts ein bereits 1816 gegebenes einkommens- und beschäftigungsstrukturelles Gefälle sich im Laufe des Jahrhunderts noch verstärkte. Der Befund stützt sowohl eine im Ansatz gemischte Sektor-Export-Basis-These (Borchardt) als auch die MyrdalThese.
Es scheint, daß Bevölkerungsdruck, dem durch Ausbau der innerregionalen Landwirtschaft begegnet wurde, zunächst zu steigendem Pro-KopfEinkommen führte, während eine extensive Kapazitätenerweiterung der Protoindustrie die Pro-Kopf-Einkommen allenfalls konstant hielt. Dies führte aber schon zu einer wachsenden Divergenz der regionalen (ProKopf) Einkommen in der vorindustriellen Phase, deren Ursachenkomplex landwirtschaftliche Grundbedingungen und Bevölkerungswachstum waren. Später bewirkten vor allem technischer Fortschritt und die Entdeckung neuer Rohstoffe eine universelle Umstrukturierung der Standorte.` Besonders begünstigt wurden durch diese Entwicklung Regionen mit protoindustrieller Erfahrung und Bevölkerungspotential, weil damit Elemente einer absatzstrategischen Infrastruktur sowie auch Nachfragepotential gegeben waren; benachteiligt wurden jetzt agrarische Monostrukturen, die in der Lage waren, sich gegen die demoökonomischen Veränderungsimpulse zu behaupten 42 obwohl sie landwirtschaftliche Exportbasen hervorbrachten. Da die Entwicklung in den ersteren aufgrund der steigenden Arbeitsproduktivität steigende Pro-Kopf-Einkommen zeitigte, mußten die Einkommensdifferenzen wiederum wachsen. Abgeschwächt wurde diese Tendenz durch die Tatsache, daß die gewachsene und wachsende Bevölkerung Produktivitätsfortschritte auch in den landwirtschaftlichen Regionen erzwang, verstärkt wurde sie durch die sinkende Nachfrage nach protoindustriellen Erzeugnissen, die durch die Konkurrenz der Industrie aus dem Markte gedrängt wurden.
Im Zentrum des Erklärungsansatzes steht hier eine demoökonomische Entwicklung, die die Argumentation von Hirschmann empirisch bestätigt und Ungleichgewicht als Motor des wirtschaftlichen Fortschritts ansieht, Demoökonomische regionale und zeitliche Verhaltensunterschiede ließen sich nicht feststellen, so daß die Differenzen in Zustand und Entwicklung nur aus den Bedingungsdisparitäten ableitbar sind. Dem Verhalten selber kam allerdings insofern eine Schlüsselfunktion zu als es in gleichsam asymmetrischer Weise Ungleichgewichtigkeiten verstärkte oder die faktische Wirksamkeit von Gleichgewichtstendenzen gerade deswegen unterband, weil es zweckrational und zugleich an Gleichgewichtsvorstellungen orientiert war. Vor dem Hintergrund steigender Pro-Kopf-Einkommen in Preußen und Hagen, die auf eine zumindest gemischte Zielvorgabe des generativen Verhaltens schließen lassen, zeigt sich zunächst, daß zum Teil schon Einkommensmaximierung, zum anderen Teil noch bloßes überleben (Subsistenz) die beherrschenden Zielsetzungen waren. Die genannten Zielsetzungen, die offenbar selber von den regionalspezifischen Entwicklungsbedingungen - und den tatsächlich vollzogenen Entwicklungen - abhingen, wurden allerdings entgegen der weithin noch vom Malthusianismus hergeleiteten Lehre in ein durchaus planhaft-rationales Kalkül einbezogen: Demoökonomisches Verhalten war ganz unmalthusianisch entsprechend dem Rationalprinzip einheitlich an regional und zeitlich unterschiedlichen Randbedingungen und Zielsetzungen orientiert. Die hohe und stark schwankende Säuglings- und Kleinkindersterblichkeit führte jedoch als Parameter eines „Marktes für Überlebenschancen&quot; dazu, daß erstens angesichts der - zeitlich und regional variierenden - Reproduktionsstandards (geplante Kinderzahl) „Ersatz&quot;-Zeugungen bzw. -Geburten zu einer wichtigen Komponente der Gebürtlichkeit wurden und zweitens unter den Bedingungen extrem unvollkommener Voraussicht die Pläne in der Regel nicht realisiert werden konnten“ (Hohorst, G., 1980: Regionale Entwicklungsunterschiede im Industrialisierungsprozeß Preußens – ein auf Ungleichgewichten basierendes Entwicklungsmodell, in: Pollard, S. (Hrsg.): Region und Industrialisierung. Studien zur Rolle der Region in der Wirtschaftsgeschichte der letzten zwei Jahrhunderte. Göttingen: Vandenhoeck &amp; Ruprecht, S. 233f).

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            <!-- Dummy Structure - should not be required! -->
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                        <!-- Dummy Element - should not be required! -->
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            <!-- End ofDummy Structure - should not be required! -->
        </pd:PhysicalDataProduct>
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                    <r:Description>Histat 2.0 nach DDI 3.1 Export</r:Description>
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