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        <r:Title>DDI3.1 Dokumentation für Studie &apos;Eisenbahnen und deutsches Wirtschaftswachstum 1840-1879.&apos;</r:Title>
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            <r:Title>Eisenbahnen und deutsches Wirtschaftswachstum 1840-1879.</r:Title>
                                        <r:Creator>Fremdling, Rainer</r:Creator>
            


            <r:Publisher>GESIS - Leibniz Institut für Sozialwissenschaften</r:Publisher>

            <r:Contributor role="Distributor">GESIS - Leibniz Institut für Sozialwissenschaften</r:Contributor>
            <r:InternationalIdentifier type="DOI">doi:10.4232/1.8137</r:InternationalIdentifier>
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                Ziel der Arbeit ist eine empirische Überprüfung der historischen Rolle der deutschen Eisenbahnen anhand von neuen, quantitativen Daten zur Verkehrsentwicklung Deutschlands. Dabei wurde sowohl neues als auch zum Teil altes, vergessenes Quellenmaterial erschlossen und systematisch zusammengestellt. Im Rahmen der Führungssektoranalyse wird in der Untersuchung aus der Sicht des Eisenbahnbereichs der Mechanismus eines Industrialisierungsprozesses am Beispiel Deutschlands betrachtet. Die der Führungssektoranalyse zugrunde liegenden wachstumstheoretischen Vorstellungen werden als das geeignete analytische Gerüst angesehen, um die Systematik zur Erfassung und Präsentation des quantitativen Datenmaterials über den deutschen Eisenbahnsektor abzuleiten. Die Auswahl quantifizierender Variablen orientiert sich dabei an einer begrenzten Erfassung des Sektors zugunsten der Fakten, die eine Überprüfung wachstumstheoretischer Hypothesen ermöglichen und die deutsche Industrielle Revolution als von Sektoren getragenen Wachstumsprozess erklären. 
„Oberstes Ziel ist - in einer Synthese von ökonomischer Theorie und Geschichte - einerseits, den Historikern aufgrund der aus ökonomischer Theorie gewonnenen expli¬ziten Fragestellungen und Hypothesen zusätzliche Erkenntnisse über den Verlauf der Industriellen Revolution in Deutschland zu vermitteln; andererseits, nationalökono¬mischen Theoretikern aufgrund der Analyse eines historischen Wachstumsprozesses mit der Überprüfung ökonomischer Theorien eine Revidierung mancher nicht empirisch abgesicherter Hypothesen nahe zulegen“ (Fremdling (1985), S. 1). 
Durch die Verbindung von den aus der ökonomischen Theorie gewonnenen expliziten Fragestellungen und Hypothesen mit den systematisch zusammengestellten Daten untersucht die Studie den Beitrag des Eisenbahnsektors zur Industrialisierung Deutschlands, so z. B. die anfängliche Bedeutung des Personenverkehrs, die gewaltige Expansion des Netzes in den 1840er Jahren, die starken Auswirkungen auf die Eisenindustrie. Ein Ergebnis ist in diesem Zusammenhang die Tatsache, dass der Beitrag des Eisenbahnbaus zur Entwicklung der Schwerindustrie nach der Schätzung von Rainer Fremdling für Deutschland weit größer gewesen ist als für Großbritannien oder die U.S.A. Die Studie stellt auch die wichtige Frage nach der Rolle des Staates in der deutschen Industrialisierung neu. So wird gezeigt, dass militärische Erwägungen eine relativ unbedeutende Rolle beim Ausbau des Netzes spielten und dass der Staat zu Anfang wohl eher ein hemmender Faktor bei der Gründung der Eisenbahnen gewesen ist.
Wichtige Schlussfolgerungen der Untersuchung von Fremdling sind u.a.: (a) Die deutsche Industrielle Revolution muss als Wachstumsprozess nach dem Entwicklungsmuster des „Unbalanced Growth“ mit der Eisenbahn als primärer Wachstumssektor gesehen werden. (b) In Deutschland war die Innovation Eisenbahn „bahnbrechend“ für das Wirtschaftswachstum im 19. Jahrhundert. 

Theoretische Ausgangsbasis zur Analyse des deutschen Eisenbahnsektors während der Industriellen Revolution Deutschlands bieten die marktwirtschaftlichen Entwicklungstheorien in Verbindung mit der Theorie der Infrastruktur. Die Arbeit baut stark auf dem entwicklungstheoretischen Konzept des „Unbalanced Growth“ und der Infrastrukturknappheit von Albert Hirschman auf (Hirschman, A. O., 1967: Die Strategie der wirtschaftlichen Entwicklung. Übersetzung der 3. amerikanischen A. Stuttgart). Hiernach können Elemente der Infrastruktur Engpassfaktoren werden, deren Beseitigung (in diesem Falle durch Eisenbahninvestition) eine Kette von Effekten auslöst, die das Wirtschaftswachstum weiter tragen und zwar durch „Vorwärtskoppelungseffekte&quot; (hier: erweiterte Kohleabsatzmöglichkeiten) und Rückwärtskoppelungseffekte (hier: Nachfrage nach Eisen und die entsprechende Erweiterung der Kapazität der Eisenindustrie). 
„Die Ergebnisse dieser Arbeit weisen nach, daß der Entwicklungszusammenhang zwischen Verkehrsinfrastruktur und direkten produktiven Aktivitäten in Deutschland während des 19. Jahrhunderts Hirschmans Vorstellungen über Entwicklungsprozesse entsprechen. Wie es sich auch als fruchtbar erwies, die Industrialisierung Deutschlands als von Sektoren getragenen, disproportionalen, also ungleichgewichtigen Wachstumsprozeß im Sinne von Hirschmans „Unbalanced Growth&quot; zu erklären …
Entwicklungstheoretische Ansätze haben sich m. E. in dieser Arbeit bewährt, um einige primär den Historiker interessierende Probleme zum Verlauf der Industriellen Revo¬lution in Deutschland zu diskutieren:
- Der Eisenbahnbau erwies sich als entscheidender Stimulus, einhergehend mit der Im¬portsubstitution, die Adaptation moderner englischer Technologie für die deutsche Eisen- und Maschinenbauindustrie durchzusetzen.
- Ebenfalls durch. Importsubstitution hauptsächlich mittels der Innovation Eisenbahnen läßt sich die Verdrängung der englischen Kohle durch deutsche außerhalb der Grubenbezirke erklären.
Im Zusammenhang mit der Diskussion einer Entwicklung via Infrastrukturknappheit wurde die anfangs hindernde Rolle der staatlichen Organe deutlich und auf primär ökonomische Motive zurückgeführt, die den Wertvorstellungen in einem stationären Wirtschaftsprozeß agierender Personen entsprechen. Die gängige These, in Deutschland seien die Eisenbahnen aufgrund der zukünftig zu erwartenden Nachfrage errichtet worden, konnte nach theoretischen Vorüberlegungen überprüft und zurückgewiesen werden …
Die Arbeit gliedert sich in zwei Hauptabschnitte, die sich aus dem theoretischen Zugriff zum Thema ergeben: im ersten Teil wird eine Führungssektoranalyse vorgenommen, während im zweiten Teil Hypothesen getestet werden, die sich aus der Theorie der Infrastruktur ergeben, insbesondere Infrastruktur und Entwicklung.
Bevor faktisch untersucht wird, ob die Eisenbahnen während der deutschen Industri¬ellen Revolution primärer Wachstumssektor waren, wird in einem theoretischen Vor¬spann das Führungssektorkonzept aus dem übergeordneten Bereich der Entwicklungstheorien abgeleitet. Führungssektoren sind der Wachstumsmotor ungleichgewichtiger Entwicklungsstrategien („Unbalanced Growth&quot;). Um die Gegenposition, gleichgewich¬tiges Wachstum („Balanced Growth&quot;), herausarbeiten zu können, wird kurz das Konzept der „External Economies“ vorgestellt.
Aus der Ableitung des Führungssektorkonzepts aus dem Bereich der Entwicklungstheo¬rien ergeben sich eine Reihe von Kriterien, die es erlauben, den Wachstumsbeitrag eines Sektors in einer konkreten historischen Situation zu beurteilen. Diese Kriterien bilden das Schema für die weitere Gliederung des ersten Teils der Arbeit: Wachstum, Gewicht und Produktivitätsfortschritte des Eisenbahnsektors im Vergleich zu anderen Sektoren bzw. der Gesamtwirtschaft sowie Kopplungseffekte der Eisenbahnen. Insbesondere wird die Abhängigkeit des Kohlenbergbaus und der Eisenindustrie von der Entwicklung der Eisenbahnen herausgestellt.
Die Gliederung des zweiten Teils der Arbeit folgt aus den Kennzeichen der materiellen Infrastruktur, als deren Bestandteil die Eisenbahnen zu betrachten sind: Vorleistungscharakter der Eisenbahndienstleistungen, ihre Nichtimportierbarkeit sowie die technische und vor allem zeitliche Unteilbarkeit der Infrastruktur.
Unter diesen Gesichtspunkten wird u. a. eine Schätzung der beim Eisenbahnbau Beschäftigten vorgenommen, der Ausbauzeitraum von Teilstrecken ermittelt, die Rolle des Staates untersucht. Mittels der Profitabilität der Eisenbahninvestitionen soll der - z. T. mit hypothetischer Argumentation - dominierend kapitalistische Charakter des Entwicklungsprozesses herausgestellt werden“ (Fremdling, R., 1985: Eisenbahnen und deutsches Wirtschaftswachstum 1840-1879. Ein Beitrag zur Entwicklungstheorie und zur Theorie der Infrastruktur. 2. erw. A. Dortmund: Gesellschaft für Westfälische Wirtschaftsgeschichte e.V., S. 2ff).

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                        <!-- Dummy Element - should not be required! -->
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            <!-- End ofDummy Structure - should not be required! -->
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                    <r:Description>Histat 2.0 nach DDI 3.1 Export</r:Description>
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