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        <r:Title>DDI3.1 Dokumentation für Studie &apos;Strukturwandel der Frauenarbeit 1880 bis 1982&apos;</r:Title>
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            <r:Title>Strukturwandel der Frauenarbeit 1880 bis 1982</r:Title>
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            <r:Publisher>GESIS - Leibniz Institut für Sozialwissenschaften</r:Publisher>

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                <dc2:title>Strukturwandel der Frauenarbeit 1880 bis 1982                </dc2:title>
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                Im Rahmen des von der Stiftung Volkswagenwerk von 1979-1984 geförderten Projekts &quot;Vergleichende Analysen der Sozialstruktur mit Massendaten&quot; (VASMA; Projektleitung: Prof. Dr. Walter Müller, Universität Mannheim) sind eine Reihe von Daten der amtlichen Statistik erschlossen worden, die für historische Analysen der Sozialstruktur von großem Wert sind. Insbesondere hat die maschinenlesbare Aufbereitung von mehrdimensionalen Tabellen der Arbeitsstättenzählungen ab 1875 und von Berufszählungen ab 1882 die Voraussetzung dafür geschaffen, zentrale Aspekte des sozialen Wandels bis 1970 nachzeichnen zu können ohne die oftmals schwer zugänglichen Tabellenbände in die Hand nehmen zu müssen. Galten die Anstrengungen des VASMA - Projektes in den ersten Jahren vor allem dem Ziel, die technischen Probleme im Umgang mit Massendaten der amtlichen Statistik in den Griff zu bekommen, so richteten sie sich mit dem Übergang auf inhaltliche Analysen vermehrt darauf, die Vorzüge der amtlichen Statistik (die Berufs- und Arbeitsstättenzählungen seit 1875 sowie für neuere Zeitpunkte entsprechende Daten in den Mikrozensen 1980 und 1982) als Datenbasis der Sozialstrukturanalyse auszuschöpfen. 
Die wesentlichen Ergebnisse aus zwei Teilprojekten zum Thema „Strukturwandel der Frauenarbeit 1880 bis 1982“ sind hier zu einer Studie zusammengeführt. 
(a) Die historische Entwicklung geschlechtsspezifisch segregierter Arbeitsmärkte in Deutschland wird von Angelika Willms (-Herget) auf der Basis von Zensusdaten untersucht (Willms 1980, 1983; Willms-Herget 1985). Die Datenbasis der Untersuchungen von Angelika Willms (1980, 1983, 1985) basiert auf Berechnungen aus den veröffentlichten Tabellen der amtlichen Berufszählungen 1882, 1895, 1907, 1925, 1933, 1939, 1950, 1961 1970 sowie aus entsprechenden Daten der Mikrozensen von 1980 und 1982. Segregation des Arbeitsmarktes wird untersucht als horizontale Ungleichheit der Verteilung von Männern und Frauen auf Wirtschaftsgruppen, als vertikale Ungleichheit des Zugangs zu beruflichen Stellungen in Industrie und Handwerk. Die Verteilung der Frauen auf Arbeitplätze wird hier als Folge einer selektiven Rekrutierung durch die Betriebe interpretiert, d.h. als direktes Ergebnis eines betrieblichen Arbeitsplatzangebots an Frauen. Damit wird der Weg einer nachfrageorientierten Analyse beschritten, im Gegensatz zu solchen Arbeiten, in denen Erwerbsbeteiligung und Erwerbsstruktur von Frauen als Ergebnis eines Entscheidungsprozesses der Frauen betrachtet wird oder von den Vorbedingungen auf Seiten der Frauen (wie schulische oder berufliche Bildung, Freistellung von häuslichen Aufgaben usw.). Gegenüber der Frage, welche Frauen arbeiten (angebotsorientierte Analyse), rückt damit die Frage in den Vordergrund, zu welchen Arbeitsplätzen Frauen Zugang haben (nachfrageorientierte Analyse). Die Beschreibung der weiblichen Erwerbsstruktur erfolgt mit Blick auf die zugrunde liegenden Allokationsprozesse der Frauenarbeit. Daher steht als Untersuchungsfrage die Entwicklung der Segregation des Erwerbssystems im Zentrum. Der Grad der Verweiblichung von Erwerbsbereichen und seine Veränderung im Zeitverlauf werden als abhängige Variable, als Resultat selektiver betrieblicher Rekrutierung von Frauen interpretiert. Damit wird eine Perspektive gewählt, in der besonders die für das Integrationsmuster wirksamen Faktoren auf der Nachfrageseite, die also in der Struktur des Beschäftigungssystems begründet sind, herausgestellt und analysiert werden. Drei Faktoren sollen im Einzelnen auf ihre Erklärungskraft für die Integration von Frauen in einzelnen Branchen, Berufe und Stellungen überprüft werden: die Nähe des Arbeitsbereichs zur Hausarbeit und eine frühe Typisierung als „Frauenarbeit“; die Dynamik der Arbeitskräftenachfrage eines Wirtschaftsbereichs, die Geschwindigkeit seiner Expansion; die technologischen und qualifikatorischen Bedingungen des Arbeitskräfteeinsatzes in einem Arbeitsbereich. Die Inegration von Frauen in den Arbeitsmarkt wird analytisch in zwei Aspekte zerlegt: die Beteiligung von Frauen verschiedenen Familienstands und Alters an marktvermittelten (nicht-familialen) Erwerbsformen und ihren selektiven Zugang in spezifische Segmente des Beschäftigungssystems (Branchen, berufliche Stellungen). 
Erster Indikator für die Integration der Frau ins Erwerbssystem ist zunächst der Grad ihrer Beteiligung an außerhäuslichern marktvermittelten Arbeitsplätzen. In der ersten Untersuchung von Angelika Willms (1980) werden erste Aspekte des Strukturwandels der Erwerbsbeteiligung und der Erwerbsformen von Frauen im Deutschen Reich (1882-1939) beschrieben, wobei zunächst die quantitativen Veränderungen der familialen und marktvermittelten (nicht-familialen) Erwerbsquoten im Vordergrund stehen. Neben der Erwerbsform tritt als zweite analytische Kategorie die ‚Lebensphase’, als Ausdruck für die Stellung der Frau im Lebens- und Familienzyklus und die damit verbundenen Verhaltensmuster, die eine mehr oder weniger große Mobilität implizieren. Die Untersuchung geht so vor, dass nach einer Explikation des Begriffs Arbeitsform dessen Beziehung zu Lebensphasen aufgezeigt wird. Im Bereich der nicht-familialen Arbeit konzentriert sich die Untersuchung auf den Zusammenhang von Familienstand, Alter und Erwerbs- bzw. Arbeitstypus (Selbständige, Arbeiter, Angestellte, Beamte, Hauptgewerbetreibende, Dienende). Die familiale Frauenarbeit in der Landwirtschaft wird schließlich nach dem Geschlecht und ausgewähltem Familienstand und Alter analysiert.
In der Folgeuntersuchung (Willms 1983, Willms 1985) wird der Untersuchungszeitraum bis 1980 (1982) ausgedehnt. Für einhundert Jahre wird der Weg der Frauen aus den hauhalts- und familienbezogenen Arbeitformen in Land- und Hauswirtschaft in die abhängigen Arbeitsverhältnisse in Industrie und Dienstleistungen nachgezeichnet. Im Rückgriff auf Thesen zum ‚Segmentierten Arbeitsmarkt’ wird der Versuch unternommen, die Strukturbedingungen des betrieblichen Einsatzes von Frauen und deren historischen Wandel zu erklären. Das hohe Ausmaß an geschlechtsspezifischer Segregation des Arbeitsmarktes (sei es nach Branchen, nach Berufen oder beruflichen Stellungen) das in den 80er Jahren zu beobachten ist, wird als Ergebnis eines historischen Segregierungsprozesses dargestellt. Die Fragestellung ist, in welcher Weise sich Frauenarbeit und Männerarbeit in verschiedenen historischen Zeitpunkten unterschieden haben und welchen Zusammenhang es zwischen dem Wandel der Wirtschaftsstruktur und der geschlechtsspezifischen Arbeitsteilung gibt. 

(b) Für einen nachfrageorientierten Ansatz plädiert auch Reinhard Stockmann. Anhand der amtlichen Daten aus den Betriebs- und Arbeitsstättenzählungen der Jahre 1882, 1895, 1907, 1925, 1933, 1950 und 1970 untersucht Stockmann (1984, 1985, 1988) die geschlechtsspezifische Segregierung des Beschäftigungssystems in einer langfristigen historischen Perspektive. Damit wird der Versuch unternommen, eine Verbindung zwischen der industriellen Entwicklung der Beteiligung von Frauen in der nichtlandwirtschaftlichen und nichthäuslichen Erwerbsarbeit nachzuweisen. Die Veränderung der Beschäftigtenstruktur wird im Zusammenhang mit strukturellen Entwicklungen in Betrieben gesehen. Der Wandel der Organisationsstrukturen findet seinen Ausdruck in einer historisch jeweils unterschiedlichen Zusammensetzung betrieblicher Stellung (Mithelfende, tätige Inhaber, Kaufmännische angestellte, Technische angestellte, Arbeiter) in den Betrieben. Dabei wird angenommen, dass die Ausdehnung besonderer Beschäftigungsfelder, die Ausbildung neuer Berufsbereiche sowie die Expansion oder Depression bestimmter organisationaler Positionen die geschlechtsspezifische Segregierung der Beschäftigtenstruktur in den Betrieben verändert hat. Im Vordergrund der Untersuchung von Stockmann steht daher die betrieblich organisierte und gewerblich betriebene Erwerbsarbeit, so dass die Daten der Betriebs- und Arbeitsstättenzählungen herangezogen wurden. Es wird davon ausgegangen, dass das Erhebungskonzept der Betriebszählungen die genaueren und objektiveren Ergebnisse zur Deskription der Beschäftigtenstruktur liefert (wenngleich der Bereich der Landwirtschaft ausgespart bleibt und der gesamte Dienstleistungssektor, einschließlich des Staatsapparates, in den frühen Zählungsjahren stark untererfasst ist). Die wichtigsten Zusatzinformationen, die die Betriebszählungen den Berufszählungen voraus haben, sind vor allem in der Trennung der Kaufmännischen und Technischen Angestellten zu sehen, sowie in der organisationellen Information. Die Unterordnung der Beschäftigten in Betriebseinheiten wurde durch die Angabe von Betriebsgrößenklassen möglich. Zudem werden nur in den Betriebszählungen die Kaufmännischen Angestellten aufgrund des Betriebsschwerpunkt-Konzepts den einzelnen Wirtschaftsgruppen richtig zugeordnet. Die einzige Einschränkung rührt aus der Untererfassung des Dienstleistungssektors in den frühen Zählungsjahren. Schwerpunktmäßig konzentriert sich Stockmann daher auf die Entwicklung der Branchen im Produzierenden Gewerbe. Im Zentrum der Analyse steht die Frage, in welchen Beschäftigungsfeldern (Branchen) und in welchen Beschäftigungsgruppen (betriebliche Stellungen) weibliche Arbeitskräfte tätig sind und welche Wandlungsprozesse in dem 100jährigen Untersuchungszeitraum stattgefunden haben. Dabei interessiert besonders, inwieweit Frauen an der historisch benachbarten, quantitativen Expansion der gewerblich organisierten Arbeitsform teilgenommen haben, und in welchem Ausmaß sie von den qualitativen Veränderungen (Bürokratisierung, Technisierung, Rationalisierung etc.) im Zeitverlauf betroffen sind.

Themenschwerpunkte der Studie:
A. Datenbasis: Berufszählungen:
A.0 Übersichtstabellen (Statistisches Bundesamt Wiesbaden, 1972: Bevölkerung und Wirtschaft 1872 – 1972)
A.1 Grundzüge der Entwicklung der Frauenarbeit von 1880 – 1980 (A. Willms 1983)
A.2 „Segregation auf Dauer? Entwicklung des Verhältnisses von Frauenarbeit und Männerarbeit in Deutschland von 1882 – 1980“ (A. Willms 1983); „Frauenarbeit 1925 bis 1982“ (A. Willms-Herget 1985)
A.3 Ausgewählte Basistabellen zur Erwerbstatistik in Deutschland, 1925-1982 (R.Stockmann/A. Willms-Herget 1985)
A.4 „Die Entwicklung der Frauenerwerbstätigkeit im Deutschen Reich 1882-1939“ (jeweiliger Gebietsstand) (A. Willms 1980)
A.5 Deutsches Reich 1882 bis 1939 (1939: bereinigte Daten für den Gebietsstand 1937)

B. Datenbasis: Betriebszählungen
„Organisationsstrukturelle Analyse zur Entwicklung der geschlechtsspezifischen Beschäftigtenstruktur“ (R. Stockmann 1984).


&quot;Der Anteil der Frauen an den Erwerbstätigen liegt seit hundert Jahren bei etwa 36 %, und die Zunahme in letzter Zeit betrifft vielfach Teilzeitarbeit, so daß nach Arbeitsstunden gerechnet, der Beitrag der Frauen konstant blieb … Auch die Zunahme der Erwerbsquote von Ehefrauen, die in der Nachkriegszeit einsetzte, stellt nur ein Ausmaß an Integration in Erwerbsarbeit wieder her, das bereits vor hundert Jahren erreicht war, aber aufgrund der Untererfassung der Mithelfenden in der Statistik nicht sichtbar wurde. Aus mithelfenden Ehefrauen wurden außerhäuslich erwerbstätige Frauen. An diesem Übergang der Arbeit aus haushaltszentrierten in außerhäusliche Organisationsformen durch den Prozeß der Industrialisierung und Tertiarisierung haben manche Autoren die Erwartung geknüpft, dass damit besonders Frauen eine neue Vielfalt von Arbeitsmöglichkeiten entstünde, die sie von ihrer Beschränkung auf hauswirtschaftsnahe Berufe befreit. Diese Erwartungen haben sich nicht erfüllt. Das Ausmaß beruflicher Ungleichheit zwischen den Geschlechtern ist ein dauerhaftes Charakteristikum des Erwerbssystems. Es hat sich in den vergangen fünfzig Jahren nicht verringert.&quot; (Ostner, I./Willms, A., 1982: Strukturelle Veränderungen der Frauenarbeit in Haushalt und Beruf, in: Matthes, J. (Hrsg.): Krise der Arbeitsgesellschaft? Verhandlungen des 21. Deutschen Soziologentages 1982. Frankfurt, New York: Campus 1982, S. 212).
„Der Wandel des Beschäftigungssystems und der Betriebsstrukturen ist begleitet durch die Integration der Frauen in Formen der Erwerbsarbeit außerhalb der traditionellen Hauswirtschaft. Als einer der grundlegenden sozialstrukturellen Wandlungsprozesse des zurückliegenden Jahrhunderts stellt die Analyse dieser Entwicklung einen weiteren Schwerpunkt der Untersuchungen zum langfristigen Wandel der Erwerbsstruktur in Deutschland dar. Die zunehmende Integration von Frauen in den Arbeitsmarkt wird als Teilsaspekt eines umfassenden Prozesses der Mobilisierung subsistenzwirtschaftlicher Bevölkerung in den industriellen und tertiären Sektor gesehen. Mit der Expansion der industriellen Produktion stieg der Arbeitskräftebedarf der einzelnen Wirtschaftsbranchen, und ihr soziales Rekrutierungsfeld veränderte sich: Frauen traten zunehmend als Arbeitskräfte in Erscheinung. Doch die berufliche Ungleichheit der Geschlechter blieb im Umfang unverändert, da sich erneut typische Rekrutierungsfelder herauskristallisierten. Drei verschiedene Prozesse der beruflichen Integration von Frauen in den vergangenen einhundert Jahren werden unterschieden:
(1) Frauen rücken nach, wo Männer sich aus einem Arbeitsbereich zurückzogen (Beispiel: Textil- und Bekleidungsindustrie). 
(2) Frauen bildeten die Reserve für eine sehr starke Expansion des Arbeitskräftevolumens, so dass aus ursprünglich männlich typisierten Arbeitsbereichen mit der Zeit Frauenbranchen und Frauenberufe wurden (Beispiel: elektrotechnische Industrie, Büroberufe, Lehrer).
(3) Frauen fanden Arbeit in Berufen, die als ausgesprochene Frauenberufe entstanden und dann ein starkes Wachstum erfuhren, so dass die Zahl der dort beschäftigten Frauen schnell stieg (Beispiel: Krankenpflegeberufe, Sozialpflegerische Berufe).“
(Stockmann, R., 1987: Historisch-Vergleichende Studien zum langfristigen Wandel der Erwerbsstruktur in Deutschland, in: Historical Social Research, No. 44, Vol. 12, S. 124f).

Angelika Willms geht in ihrer Untersuchung der Frage nach, &quot;unter welchen Bedingungen sich bei der Integration von Frauen in den Arbeitsmarkt in den vergangenen hundert Jahren die heutigen geschlechtsspezifischen typisierten Berufe (&quot;Männerberufe&quot; und &quot;Frauenberufe&quot;) herausgebildet haben.&quot; Sie berücksichtigt bei ihrer historischen Analyse &quot;unter welchen Konstellationen der wirtschaftlichen Entwicklung, bei welchen Branchen, Berufen, beruflichen Stellungen und Bildungsniveaus sich Tätigkeitsbereiche zu reinen Reservaten für Frauen (oder Männer) entwickelt haben und wann es stattdessen zu einer Auflösung vorhandener Typisierung, zu einer Öffnung von Tätigkeitsfeldern für das bislang unterrepräsentierte Geschlecht gekommen ist.&quot; (Willms-Herget, A., 1985: Frauenarbeit. Zur Integration der Frauen in den Arbeitsmarkt. Frankfurt a. M./New York: Campus, S. 14-15).
Die Hauptentwicklungslinien im Wandel der Frauenerwerbstätigkeit werden in der Form von Indikatorenreihen charakterisiert. Sie geben die wichtigsten demographischen Hintergrundinformationen, zerlegen die über den gesamten Beobachtungszeitraum von einhundert Jahren fast konstante globale Frauenerwerbsquote in die wichtigsten über die Zeit stark variierenden Einzelkomponenten. Berücksichtigt werden auch jene vielfältigen Tätigkeiten, die die Frauen als mithelfende Familienangehörige bei den Selbständigen in der Landwirtschaft, im Gewerbe, im Handel und in den Dienstleistungen erbringen. 
Ein weiterer Schwerpunkt der Untersuchung bildet die hochgradig geschlechtsspezifische Segregation des Arbeitsmarkts. Die Entwicklung des Verhältnisses von Frauenarbeit und Männerarbeit wird zum einen anhand des Einbezugs der Frauen in abhängige Arbeitsverhältnisse untersucht, zum anderen anhand der Entwicklung branchenspezifischer Muster der Nutzung von Frauenarbeit. 

Inwieweit die Integration der Frauen in außerhäusliche Erwerbsarbeit durch den Wandel der Betriebsformen und –strukturen beeinflusst wurde, in welchem Umfang die Frauen von der besonders starken Expansion der innovativen und administrativen betrieblichen Subsysteme profitieren konnten und inwieweit branchenspezifische Charakteristika ausschlaggebend waren, sind ebenfalls Fragen, denen in diesem Forschungskontext anhand der Gewerbe- und Arbeitsstättenzählungen nachgegangen wurde. Während Angelika Willms unter Verwendung von Berufszählungsdaten die geschlechtsspezifische Entwicklung der Erwerbsarbeit als Ergebnis eines historischen Segregierungsprozesses betrachtet, untersucht Reinhard Stockmann &quot;die Entwicklung der betrieblich organisierten und gewerblich betriebenen Erwerbsarbeit&quot;, wobei er erstmalig die Betriebs-, Gewerbe- und Arbeitsstättenzählungen als Datenbasis verwendet. Er hält es für &quot;reizvoll, die eigenen Ergebnisse, soweit möglich, mit denen von Angelika Willms zu vergleichen.“ Bei übereinstimmenden Ergebnissen geht Stockmann von einer Stärkung des nachfrageorientierten Ansatzes aus, der die &quot;Veränderung der Beschäftigtenstruktur […] im Zusammenhang mit strukturellen Entwicklungen in Betrieben&quot; sieht. „Der damit einhergehende Wandel der Organisationsstrukturen findet seinen Ausdruck in einer historisch jeweils unterschiedlichen Zusammensetzung betrieblicher Stellungen. … Dabei wird angenommen, daß die Ausdehnung besonderer Beschäftigungsfelder, die Ausbildung neuer Berufsbereiche sowie die Expansion oder Depression bestimmter organisatorischer Positionen die geschlechtsspezifische Segregierung der Beschäftigtenstruktur in den Betrieben verändert.&quot; (Stockmann, R., 1984: Eine organisationsstrukturelle Analyse der geschlechtsspezifischen Beschäftigtenstruktur. Institut für Sozialwissenschaften, Universität Mannheim. VASMA-Arbeitspapier Nr. 41, S. 1-4; siehe auch: Stockmann, R., 1988: Strukturelle Einflußfaktoren der gewerblichen Beschäftigung von Frauen im Wandel der Zeit, in: Soziale Welt, Jg. 39, Nr. 3, S. 330-360).
Ziel seiner Untersuchung ist es, den Einfluss dreier ausgewählter Strukturkomponenten (Wirtschaftszweig, Organisationsstruktur der Betriebe und Betriebsgröße) auf die Entwicklung der gewerblichen Beschäftigung von Frauen in den vergangenen einhundert Jahren zu untersuchen.


Ausgewählte Veröffentlichungen zur Frauenerwerbstätigkeit aus dem VASMA - Projekt:
Ostner, I./Willms, A., 1982: Strukturelle Veränderungen der Frauenarbeit in Haushalt und Beruf, in: Matthes, J. (Hrsg.), 1982: Krise der Arbeitsgesellschaft? Verhandlungen des 21. Deutschen Soziologentages 1982. Frankfurt/New York: Campus Verlag, S. 206-227.
Stockmann, R. 1984: Eine organisationsstrukturelle Analyse der Entwicklung der geschlechtsspezifischen Beschäftigungsstruktur. VASMA-Arbeitspapier Nr. 41. VASMA-Projekt, Institut für Sozialwissenschaften, Universität Mannheim. 
Stockmann, R., 1985: Gewerbliche Frauenarbeit in Deutschland 1875-1980. Zur Entwicklung der Beschäftigtenstruktur. In: Geschichte und Gesellschaft, Jg. 11, S. 447-475. 
Stockmann, R., 1988: Strukturelle Einflußfaktoren der gewerblichen Beschäftigung von Frauen im Wandel der Zeit. In: Soziale Welt, Jg. 39, Nr. 3, S. 330-360.
Stockmann, R./Willms-Herget, A., 1985: Erwerbsstatistik in Deutschland. Die Berufs- und Arbeitsstättenzählungen seit 1875 als Datenbasis der Sozialstrukturanalyse. Franfurt/New York: Campus. 
Willms, A., 1980: Die Entwicklung der Frauenerwerbstätigkeit im Deutschen Reich. Eine historisch-soziologische Studie. Beiträge zur Arbeitsmarkt- und Berufsforschung Nr. 50. Nürnberg: Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesanstalt für Arbeit.
Willms, A., 1982: Modernisierung durch Frauenarbeit? Zum Zusammenhang von wirtschaftlichem Strukturwandel und weiblicher Arbeitsmarktlage in Deutschland, 1882-1939. In: Pierenkemper, T./Tilly, R. (Hrsg.), 1982: Historische Arbeitsmarktforschung. Göttingen: Vandehoeck &amp; Ruprecht, S. 37-71.
Willms, A., 1983: Grundzüge der Entwicklung der Frauenarbeit von 1880 bis 1980. In: Müller, W./ Willms, A./Handl, J.: 1983: Strukturwandel der Frauenarbeit 1880-1980. Frankfurt/ New York: Campus, S. 25-54.
Willms, A., 1983: Segregation auf Dauer? Zur Entwicklung des Verhältnisses von Frauenarbeit und Männerarbeit in Deutschland, 1882-1980. In: Müller, W./ Willms, A./Handl, J.: 1983: Strukturwandel der Frauenarbeit 1880-1980. Frankfurt/New York: Campus, S. 107-182. 
Willms-Herget, A., 1985: Frauenarbeit. Zur Integration der Frauen in den Arbeitsmarkt. Frankfurt/New York: Campus.

Weitere berücksichtigte Veröffentlichungen:
Knapp, U., 1983: Frauenarbeit in Deutschland zwischen 1850 und 1933 Teil I, in: Historical Social Research, No. 28, S. 42-82.
Statistisches Bundesamt Wiesbaden (Hrsg.), 1972: Bevölkerung und Wirtschaft 1872-1972. Stuttgart/Mainz: Kohlhammer, S. 140, 144, 145


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        <!-- Dummy Structure - should not be required! -->
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        <!-- End ofDummy Structure - should not be required! -->
        <l:LogicalProduct id="ZA8180_LogPro"  isMaintainable="true" agency="de.gesis" version="1.0.0">
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                        <!-- Dummy Element - should not be required! -->
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            <!-- End ofDummy Structure - should not be required! -->
        </pd:PhysicalDataProduct>
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                    <r:Module>
                        <r:ID>ZA8180_Arc</r:ID>
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                    <r:Version>1.0.0</r:Version>
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