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        <r:Title>DDI3.1 Dokumentation für Studie &apos;Die industrielle Entwicklung Bayerns von 1925 bis 1975 – Eine vergleichende Untersuchung über die Rolle städtischer Agglomerationen im Industrialisierungsprozess.&apos;</r:Title>
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            <r:Title>Die industrielle Entwicklung Bayerns von 1925 bis 1975 – Eine vergleichende Untersuchung über die Rolle städtischer Agglomerationen im Industrialisierungsprozess.</r:Title>
                                        <r:Creator>Frey, Alfons</r:Creator>
            


            <r:Publisher>GESIS - Leibniz Institut für Sozialwissenschaften</r:Publisher>

            <r:Contributor role="Distributor">GESIS - Leibniz Institut für Sozialwissenschaften</r:Contributor>
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                <dc2:title>Die industrielle Entwicklung Bayerns von 1925 bis 1975 – Eine vergleichende Untersuchung über die Rolle städtischer Agglomerationen im Industrialisierungsprozess.                </dc2:title>
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                Thema der Studie ist die Frage nach den Ursachen für Bayerns wirtschaftlichen Erfolg.
Während Bayern in seiner gesamtwirtschaftlichen Entwicklung 1950 noch deutlich hinter anderen großen Flächenbundesländern zurückbleibt, gelingt Bayern in der Folgezeit ein Aufholprozess: die Steigerungsraten des Bruttonlandsprodukts liegen sukzessive über denen der anderen Bundesländer. In der Dekade von 1950 bis 1960 erhöht sich das Bruttoinlandsprodukt in Bayern um 197% und liegt damit bereits über den Wachstumsraten von Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen, eines der industriell führenden Bundesländer. Im Zeitraum von 1960 bis 1970 fallen Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen mit ihren Wachstumsraten hinter den anderen Bundesländern zurück. 1990 gehören Baden-Württemberg, Bayern und Hessen zu den führenden Bundesländern in den Wachstumsraten. 

Für diese erfolgreiche Wirtschaftsentwicklung Bayerns werden in der Forschung unterschiedliche Erklärungen angeboten:

Die importierte Industrialisierung:
Der Erfolg Bayerns wird durch den hohen Anteil der Heimatvertriebenen nach dem 2. WK. erklärt. Als Beweis wird angeführt, dass sich Bayern nach 1945 nicht von den alten Zentren München, Nürnberg und Augsburg aus, sondern erstaunlich breit verteilt über alle Kreise industrialisiert habe, was ohne die Heimatvertriebenen nicht möglich gewesen wäre. 
Dieser These wird widersprochen, indem darauf hingewiesen wird, dass die flächendeckende Industrialisierung erst ab 1957 geschehen sei. Daraus sei zu folgern, dass nicht die Heimatvertriebenen die Ursache des Erfolges sind, sondern dass von der Politik eine gestreute Industrialisierung nach dem Vorbild Baden-Württembergs konzipiert und umgesetzt wurde. Darüber hinaus erzwang der Arbeitskräftemangel eine Industrialisierung auf dem Lande. 

Die geminderte Industrialisierung:
Eine weitere Argumentationsrichtung verweist auf die schlechte Ausgangsposition Bayerns nach dem 2. WK. Zum einen musste Bayern die Abwanderung von Rüstungsbetrieben, die während des Krieges in den sicheren Süden verlagert worden waren, kompensieren. Zum anderen fehlte Bayern aufgrund der fehlenden Bodenschätze die Grundstoffindustrien, die Träger des wirtschaftlichen Wiederaufbaus nach dem Krieg waren. Die Binnenlage Bayerns verursachte weiterhin, dass für Bayerns Hauptprodukt – Getreide – mangelnde Absatzmöglichkeiten vorhanden waren. Daher spricht man in diesem Zusammenhang auch von der geminderten Industrialisierung Bayerns.
Auch hier wird eine Gegenmeinung vertreten, wonach Bayern eine günstige Ausgangsposition hatte, da es nicht, wie Nordrhein-Westfalen, auf eine monoindustrielle Wirtschaftsstruktur festgelegt war und nach 1945 genug Arbeitskräfte und freie Flächen für eine neue Industrialisierung zur Verfügung standen. 

Geringere Kriegszerstörung und geringe Demontagen:
Weiterhin habe Bayern im Vergleich zu Nordrhein-Westfalen weniger unter den Kriegsfolgen wie Zerstörung und Demontage gelitten.

Verschmelzung von Ballungszentren und ländlichen Regionen:
Der wirtschaftlichen Erfolg Bayerns kann mit der Verschmelzung der industriellen Ballungszentren mit dem Land erklärt werden. Die Industrialisierung ging nicht von den alten traditionellen Industriestandorten München, Augsburg, Nürnberg, Fürth-Erlangen, Hof-Naile aus, sondern das falche Land leistete die entscheidenden industriellen Wachstumsimpulse.

Zuwanderung ganzer Betriebe aus der SBZ/DDR:
Schließlich legt ein weiterer Argumentationsstrang den Focus der Betrachtung auf die Verlagerung der Betriebe aus der SBZ/DDR nach Bayern, so dass wichtige Impulse aus der Zuwanderung ganzer Betriebe ausgegangen seien.


Eingrenzung des Untersuchungsthemas
Alle genannten Punkte sind in ihrem Erklärungsgehalt nicht überprüft worden. Oft werden die gleichen Sachverhalte – z.B. Bayerns Ausgangslage nach 1945 – für die Erklärung sowohl von Misserfolg als auch von Erfolg herangezogen. Eine möglichst weitgehende Differenzierung des verwendeten statistischen Materials auf mehreren Ebenen – Zeit, Raum und Inhalte – ist daher notwendig, um die Komplexität der Bayerischen Wirtschaftsentwicklung besser zu erfassen. Da jedoch die Berücksichtigung aller Faktoren zur Erklärung der Entwicklung Bayerns den Rahmen einer einzelnen wissenschaftlichen Arbeit sprengt, wurde folgende Eingrenzung des Untersuchungsthemas vorgenommen:
- inhaltlich konzentriert sich die Studie auf den Wirtschaftsbereich der Industrie, 
- in zeitlicher Hinsicht auf die Jahre 1925 bis 1975, um die gravierenden Strukturveränderungen bis in die Gegenwart zu erfassen, 
- und in regionaler Hinsicht auf die 13 wichtigsten Industriestädte.

Auswahlkriterium von Untersuchungsgebiet und Untersuchungsperiode
Auswahlkriterium fur Untersuchungsregion und -zeitraum bilden die Erklärungsmodelle des bayerischen Wirtschaftswachstums. 
Nach der Ölkrise hat die Bundesrepublik die Wachstumsraten vor 1975 nicht mehr erreichen können. Da damit zugleich der Zenit der Industriebeschäftigung überschritten war, wurde als Ende des Betrachtungszeitraums das Jahr 1975 gewählt. 
Da sich die Industrie im Betrachtungszeitraum als der wichtigste Wirtschaftsbereich hinsichtlich Beschäftigung und Anteil am Bruttoinlandsprodukt erweist, wird sie vom Autor als Untersuchungsgegenstand ausgewählt und soweit wie möglich in ihre Untergruppen differenziert.
Um zu prüfen, ob sich Bayern von industriellen, städtischen Zentren oder vom Land aus industrialisiert hat, wurde die Entwicklung der wichtigsten Inndustriestädte in den Mittelpunkt der Betrachtung gestellt. Bei der Auswahl der Städte sollen erfolgreiche Städte sowie weniger erfolgreiche Städte sowie Städte mit geringer Kriegszerstörung und Städte mit hoher Kriegszerstörung berücksichtigt werden. Desweiteren sollten die Städte einehhohe Industriedichte sowie in absoluten Zahlen eine große Zahl an Beschäftigten in der Industrie aufweisen. Der Charakter einer großen Industriestadt sollte möglichst für den gesamten Untersuchungszeitraum gegeben sein. Ausgewählt wurden die 13 Städte, die sowohl 1950 als auch 1975 die meisten Industriebeschäftigten in absoluten Zahlen aufwiesen:
München, Nürnberg, Augsburg, Schweinfurt, Erlangen, Aschaffenburg, Bamberg, Hof, Fürth, Ingolstadt, Regensburg, Bayreuth, Würzburg. 
Mit der Auswahl dieser Städte wurde ein beachtlicher Teil der bayerischen Industrie erfasst.

Verglichen wurde also die Entwicklung der 13 wichtigsten bayerischen Industriestädte im Verhältnis zueinander und im Verhältnis zum restlichen Bayern. 
Ferner wurde Bayern insgesamt dem Deutschen Reich bzw. der Bundesrepublik Deutschland und einzelnen in Fläche und Einwohnerzahl mit Bayern vergleichbaren Bundesländern: Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, Niedersachsen und Hessen.
gegenübergestellt. 
Analysiert wurden jeweils die Wirtschaftsbereiche, die Industrie insgesamt sowie die einzelnen Industriegruppen.


Zur Quellenlage
Anforderungen an das statistische Datenmaterial für die Studie waren:
- die Datenn müssen ab dem 2. WK jährlich in kontinuierlicher Form vorhandenn sein, Stichjahre reichen hierfür nicht aus;
- die Daten müssen bis auuf Stadt- bzw. Landkreisebene differenziert vorliegen, und
- die Daten müssen nachh Industriegruppen getrennt vorliegen.

Diese Anforderungen konnten die Datenquellen der öffentlichen Statistik nicht erfüllen, sei es, weil die Datenerhebung nur für bestimmte Stichjahre durchgeführt wurde oder auch, weil Erhebungsmethoden und Kategorisierung der Industriezweige der verschiedenen Berichte unterschiedlich sind. So weichen z.B. die verwendeten Systematiken der Industriegruppen zwischen der Industrieberichterstattung und der Arbeitsstättenzählung erheblich voneinander ab (S. 32).
Dennoch werden beide Erhebungen im Rahmen dieser Arbeit berücksichtigt, allerdings in zwei völlig getrennten Abschnitten. Die Ergebnisse der Industrieberichterstattung sind in die Datenbasis für die industrielle Entwicklung von 1948 bis 1975 eingegangen. Die Arbeitsstättenzählungen von 1925, 1933 und 1950 dokumentieren die Veränderungen vor und während des 2. WK. 
Das statistische Jahrbuch deutscher Gemeinden, herausgegeben vom Deutschen Städtetag, stellt dagegen eine sehr gute Datengrundlage dar, in der in regelmäßigen Abständen die Ergebnisse der Industrieberichterstattung für alle größeren Städte der Bundesrepublik – mit einer einheitlichen Systematik – veröffentlicht werden. Dieses Jahrbuch konnte für den regionalen Vergleich der Industrie in dieser Arbeit herangezogen werden.
Weiterhin wurden folgende Archive auf der Suche nach statistischen Daten gesichtet:
- Bayerisches Hauptarchiv
- Staatsarchiv des Regierungsbezirks Oberbayern
- Stadtarchiv Ingolstadt
- Unternehmensarchive: Audi, Bosch, Grundig, MAN, Loewe, FAG Kugelfischer, SKF, Siemens.
Während im Bayerischen Hauptarchiv, dem Staatsarchiv des Regierungsbezirks Oberbayern und dem Stadtarchiv Ingolstadt keine nennenswerten statistischen Daten vorlagen, konnte in den Unternehmensarchiven wertvolles statistisches Zahlenmaterial für die Arbeit erhoben und vewendet werden (S. 35f).


Zur Methodik
Die Operationalisierung eines geeigneten Indikators stellt für alle empirischen Arbeiten zur regionalen Differenzierung des Industrialisierungsprozesses ein großes Problem dar. Geeignete Indikatoren wären sicherlich die Kennzahlen der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung, doch liegen diese Daten im behhandelten Zeitraum nicht in der geforderten Differenzierung vor.
Da es sich auf der einen Seite um die Analyse eines Strukturwandels handelt, es aber auf der anderen Seite um die Darstellung regionaler Disparitäten geht, ist die Beschäftigtenzahl durchaus als Indikator geeignet. Ein Problem dieses Indikators liegt jedoch in der Tatsache, dass trotz sinkender Beschäftigtenzzahlen in der Industrie deutliche Leistungszuwächse möglich sind, z.B. durch den Einsatz moderner Technologien. Daher wurden weitere Kennzahlen in die Analyse eingeführt. Hierzu zählen:
- die Zahl der Betriebe und die durchschnittliche Betriebsgröße, 
- Umsatz der Betriebe und Auslandsumsatz 
- sowie – nicht durchgehend in die Analyse mit einbezogen – die Löhne und Gehälter der Beschäftigten.

Relativierung des Indikators ‚Beschäftigung’:
Aufgrund des komparatistischen Ansatzes dieser Arbeit ist es notwendig, den Indikator Beschäftigung zu relativieren, zum einen im Verhältnis zu den Einwohnern (in den Daten bezeichnet als ‚Gewerbedichte I’ bzw. ‚Industriedichte I’) und zum anderen im Verhältnis zu den anderen Industriegruppen (in den Daten bezeichnet als ‚Gewerbedichte II’ bzw. ‚Industriedichte II’).

Der Vergleich der bayerischen Wirtschaftsbereiche und Industriegruppen mit anderen bundesrepublikanischen Flächenländern macht es notwendig, Verzerrungen zu vermeiden. Daher sollten die anderen Bundesländer möglichts nach Fläche und Einwohnerzahl mit Bayern vergleichbar sein. Ausgweählt wurden daher die Länder Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, Niedersachsen und Hessen.

Themen

Thematische Gliederung der Studie in HISTAT:

A. Allgemeine Informationen zur Beschäftigtenzahl in der Industrie und zu Einwohnerzahlen einzelner Städte 
A.01 Einwohnerzahlen und Beschäftigte
A.02 Bruttoinlandsprodukt nach Bundesländern

B. Strukturwandel der bayerischen Industrie zwischen 1925 und 1950
B.01 Entwicklung der Wirtschaftsbereiche 1925-1950
B.02 Entwicklung der Gewerbegruppen 1925-1950
B.03 Bedeutung der Rüstungsproduktion und Kriegszerstörung für die Industriestruktur Bayerns 1925-1950

C. Strukturwandel der bayerischen Industrie zwischen 1950 und 1975
C.01 Entwicklung der Wirtschaftsbereiche 1950-1975
C.02 Entwicklung der einzelnen Industriegruppen 1950-1975
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                    <r:Description>Histat 2.0 nach DDI 3.1 Export</r:Description>
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