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        <r:Title>DDI3.1 Dokumentation für Studie &apos;Agrarkrisen und Agrarkonjunktur. Eine Geschichte der Land- und Ernährungswirtschaft Mitteleuropas seit dem hohen Mittelalter.&apos;</r:Title>
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            <r:Title>Agrarkrisen und Agrarkonjunktur. Eine Geschichte der Land- und Ernährungswirtschaft Mitteleuropas seit dem hohen Mittelalter.</r:Title>
                                        <r:Creator>Abel, Wilhelm</r:Creator>
            


            <r:Publisher>GESIS - Leibniz Institut für Sozialwissenschaften</r:Publisher>

            <r:Contributor role="Distributor">GESIS - Leibniz Institut für Sozialwissenschaften</r:Contributor>
            <r:InternationalIdentifier type="DOI">doi:10.4232/1.8137</r:InternationalIdentifier>
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                <dc2:title>Agrarkrisen und Agrarkonjunktur. Eine Geschichte der Land- und Ernährungswirtschaft Mitteleuropas seit dem hohen Mittelalter.                </dc2:title>
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                Das Ziel der Studie von Wilhelm Abel bestand darin, Preise, Löhne, die Grundrenten die landwirtschaftlichen Erzeugnisse, die Bevölkerungsbewegung und die Lebenshaltung breiterer Schichten der Bevölkerung zu untersuchen, um der Antwort auf die Frage näher zu kommen, in welchem Ausmaß die Land- und Ernährungswirtschaft Mitteleuropas in den Jahrhunderten seit dem hohen Mittelalter die Aufgabe löste, Bedarf zu befriedigen. Die vorliegenden Preisdaten (Weizen- und Roggenpreise in Deutschland, Europa und Amerika) bilden eine wesentliche Grundlage seiner Untersuchung.
„Die preishistorische Forschung hat Unterlagen beschafft, die es ermöglichen, die langfristigen Bewegungen der Getreidepreise in England, Frankreich, Oberitalien, Deutschland und Österreich vom 13. oder 14. Jahrhundert bis zur Gegenwart zu verfolgen und untereinander zu vergleichen. Werden die Reihen auf ein einheitliches Maß- oder Münzsystem gebracht und zu dreigliederig gleitenden Zehnjahresdurchschnitten zusammengezogen, so zeigen sich in ihnen drei säkulare Wellen:
1. Einem Aufschwung im 13. und zum Teil auch noch zu Beginn des 14. Jahrhunderts folgte ein Abschwung im Spätmittelalter.
2. Ein weiterer Aufschwung im 16. Jahrhundert brach im 17. Jahrhundert ab;
3. ein dritter Aufschwung im 18. Jahrhundert löste sich im 19. Jahrhundert in kürzer befristete und zum Teil konträre Bewegungen auf, die sich erst im ausgehenden 19. und 20. Jahrhundert wieder zusammenfanden. Was bedeuten diese Wellen?
Seit JEAN BODIN (1568) pflegen Deutungsversuche langfristiger Preisschwankungen an die Erkenntnis anzuknüpfen, dass die Höhe der Preise durch den Güteraustausch vermittelnde Geldmenge bedingt ist. BODIN führte als erster die ‚Preisrevolution’ seiner Zeit, des 16. Jahrhunderts, auf die großen amerikanischen Silberausfuhren zurück. Zwei Jahrhunderte später erklärte ADAM SMITH, dass der Tiefstand der englischen Getreidepreise im ausgehenden 17. und in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts die Folge einer Verknappung des Geldvorrates und mithin eines ‚Steigens im Realwert des Silbers’ sei. Wieder einige Jahrzehnte später, um die Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert, glaubten zahlreiche Zeitgenossen, dass die wahre und wohl auch einzige Ursache des abermals langfristigen Anstiegs der Getreidepreise in der vermehrten Masse der edlen Metalle zu erblicken sei.
Doch damals, im Ausgang des 18. Jahrhunderts, trat den Vertretern solcher Theorien erstmals eine größere Anzahl von Schriftstellern entgegen, die nicht in der Geldsphäre, sondern in innerwirtschaftlichen Wandlungen die Ursachen der langfristigen Preisbewegungen erkennen zu können glaubten. Die Geldvermehrung biete keine zureichenden Erklärung für die Streuung der Preise, insbesondere nicht für die besondere Teuerung des Getreides und der anderen Lebensmittel; der wesentliche Grund für die Lebensmittelteuerung sei in dem Bedarf der rasch ansteigenden Bevölkerung zu sehen, so urteilten Sir EDWARD WEST, ARTHUR YOUNG und viele andere weniger bekannte Zeitgenossen. Diesem Urteil lag, wenn auch nur selten deutlich ausgesprochen, die quantitätstheoretische These zugrunde, dass eine Geldvermehrung unter sonst gleichen Bedingungen eine allgemeine Preissteigerung erwarten lasse. Als folge einer langfristigen Geldvermehrung trete, wie JOHN STUART MILL einige Jahrzehnte später ausführte, nach einer gewissen Zeit vermehrte Nachfrage nach Dingen aller Art auf, woraus folge, dass, wenn auch in Abständen, der Preis aller Dinge steige. Tatsächlich waren in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts keineswegs alle Preise und alle aus Preisen abgeleiteten Einkommen in dem gleichen Verhältnis gestiegen. Während neben den Getreidepreisen noch die Bodenpreise und die Pachtzinsen auf ein Vielfaches des Standes geklettert waren, den sie in der Mitte des 18. Jahrhunderts innegehabt hatten, standen die Preise zahlreicher Gewerbeerzeugnisse und die Löhne kaum höher als ein Halbjahrhundert vorher. Diese Verschiebungen in der Preis- und Einkommenssphäre lenkten die Blicke der Zeitgenossen auf Fragen, die sich in den Schriften von WEST, MALTHUS und RICARDO zu den Theorien vom ‚abnehmenden Bodenertrag’ und ‚sinkenden Nahrungsspielraum’, von der ‚steigenden Kaufkraft landwirtschaftlicher Erzeugnisse’ und der ‚Konträrbewegung von Lohn und Grundrente’ verdichteten. …
Was bedeuten die  … langfristigen Schwankungen der Getreidepreise? Sind sie lediglich Folgen schwankenden Geldvorrates der mitteleuropäischen Wirtschaft, oder sind sie vielleicht auch Symptom einer wechselnden Spannung zwischen der Bevölkerung und dem Nahrungsmittelspielraum? Ist die Bevölkerung Mitteleuropas vielleicht unstetig gewachsen, oder haben Fortschritte agrikultureller und kommerzieller Art die Bevölkerungszunahme zeitweilig überholt? Ist die Kaufkraft des Getreides gegenüber den Erzeugnissen der Gewerbe, das ist der Realpreis des Getreides, vielleicht nicht ständig gestiegen. Ist die Kaufkraft der Löhne, das ist der Reallohn, vielleicht nicht ständig gesunken? Wie haben sich die Löhne im Verhältnis zu den Grundrenten entwickelt? So sollen einmal die vielberufenen ‚Entwicklungsgesetze’ eines MALTHUS und RICARDO an den Tatsachen der Geschichte überprüft werden, zum anderen, und das ist das Wesentlichere, historische Entwicklungsreihen mit Hilfe eines ihnen angemessenen Begriffs- und Beziehungsschemas auf ihren Sinngehalt gedeutet werden.“
(Abel, W.: Agrarkrisen und Agrarkonjunktur. Eine Geschichte der Land- und Ernährungswirtschaft Mitteleuropas seit dem hohen Mittelalter. Dritte, neu bearbeitete und erweiterte Auflage. Hamburg und Berlin: Verlag Paul Parey, 1978, S. 13-17).
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                <r:Title>Abel, Wilhelm: Agrarkrisen und Agrarkonjunktur. Eine Geschichte der Land- und Ernährungswirtschaft Mitteleuropas seit dem hohen Mittelalter. Dritte, neu bearbeitete und erweiterte Auflage. Hamburg und Berlin: Verlag Paul Parey, 1978.</r:Title>
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            <!-- Dummy Structure - should not be required! -->
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                        <!-- Dummy Element - should not be required! -->
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            <!-- End ofDummy Structure - should not be required! -->
        </pd:PhysicalDataProduct>
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                        <a:CitationRequirement>doi:10.4232/1.8137</a:CitationRequirement>
                        <a:AccessConditions>Daten und Dokumente sind für die akademische Forschung und Lehre freigegeben.</a:AccessConditions>
                    </a:Access>
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            </a:ArchiveSpecific>
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                    </r:AgencyOrganizationReference>
                    <r:Description>Histat 2.0 nach DDI 3.1 Export</r:Description>
                </r:LifecycleEvent>
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        </a:Archive>
    </s:StudyUnit>
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